Mensch nach Infektion mit Borna-Virus gestorben | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 04.12.2023 11:14

Mensch nach Infektion mit Borna-Virus gestorben

Die undatierte Aufnahme zeigt einen Anitkörpernachweis zum Borna-Virus im Gewebe. (Foto: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin/dpa)
Die undatierte Aufnahme zeigt einen Anitkörpernachweis zum Borna-Virus im Gewebe. (Foto: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin/dpa)
Die undatierte Aufnahme zeigt einen Anitkörpernachweis zum Borna-Virus im Gewebe. (Foto: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin/dpa)

Der in Mittelfranken am seltenen Borna-Virus erkrankte Mensch ist mittlerweile an den Folgen der Infektion gestorben. Dies teilte eine Sprecherin des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen am Montag mit.

Die Behörde hatte am 21. November über den Infektionsfall im Landkreis informiert. Das Borna-Virus (BoDV-1 - Borna Disease Virus 1) kommt den Angaben nach in der Feldspitzmaus vor und löst eine Hirnentzündung aus, die in nahezu allen Fällen tödlich endet. Die Tiere scheiden das Virus in Urin, Kot und Speichel aus. Darüber können sich andere Säugetiere anstecken.

Der genaue Übertragungsweg auf den Menschen ist bislang noch unbekannt und Teil der Forschung. Auch in diesem Fall versucht das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit, die Übertragung nachzuvollziehen.

Bundesweit sind bislang rund 50 Fälle einer Erkrankung mit dem Borna-Virus beim Menschen bekannt. Das Robert Koch-Institut geht von zwei bis sechs Erkrankungen jährlich in Deutschland aus, Bayern ist dabei besonders betroffen.

Das könnte Sie auch interessieren
Waschbären und Co.: Wie stark machen sich fremde Tierarten im Kreis Ansbach breit?Hitzige Debatte bei BBV-Abend in Winkelhaid: Werden auch die Lebensmittel teurer?Touristenattraktion in Dinkelsbühl: Der Mauergeist hat jetzt eine eigene HaustürDritter Suitwalk in Dinkelsbühl: Bunte Tiergestalten machen die Stadt unsicherDie Jagd ist vorbei: Asiatische Hornissen in Nussbaumkrone in Ippesheim gefundenGeschwister auf Streifzug: Pfauen aus dem Freilandmuseum erkunden Bad WindsheimFreie Bahn für Bello: Diese Freibäder bieten zum Saisonende Hundeschwimmen anInnovative tiergestützte Therapie: Wie der Lernstadl bei Feuchtwangen hilftIppesheim: Ein Dorf macht Jagd auf die Bienen-Killer-HornisseAuto mit Wildschweinen zusammengestoßen: Acht Tiere nach Unfall bei Sachsen totHeuschrecken im Hochsommer: Weigenheimer Biologe erfasst neue DatenEndspurt beim FLZ-Voting um den besten Karpfen: Diese Lokale liegen gerade vornTierheim Rothenburg: Zwischen Erfolgsgeschichten und dem Kampf ums ÜberlebenAsiatische Hornissen treiben in Ippesheim ihr Unwesen: Wo ist das Nest?Schnellster Vogel der Welt zieht in Virnsberg ein: Für Scheiche gezüchtet

Um sich vor einer Infektion zu schützen, rät das LGL, den Kontakt mit Spitzmäusen und ihren Ausscheidungen grundsätzlich zu meiden. Zu Orten, an denen Menschen mit Spitzmäusen in Kontakt kommen könnten, gehören demnach etwa Straßenböschungen, Steinmauern, Hecken und generell auch Schuppen und andere für wildlebende Kleintiere zugängliche Gebäudeteile. Ob auch die Garten- und die Hausspitzmaus das Borna-Virus übertragen können, ist demnach bislang nicht bekannt.

© dpa-infocom, dpa:231204-99-175044/3


Von dpa
north