Ein breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten in mehr als 120 Berufsfeldern haben 94 Aussteller bei der mittlerweile 26. Orientierungsmesse in Feuchtwangen präsentiert. Das großzügige Gelände der Bayerischen Bauakademie bot dafür ausreichend Platz.
Die Veranstaltung des Zweckverbands Industrie-/Gewerbepark Interfranken sei eine tolle Gelegenheit, sich schnell und unverbindlich einen Überblick über Arbeitgeber in der Region zu verschaffen, hob der Sprecher des Organisationsteams, Feuchtwangens dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, bei der offiziellen Eröffnung hervor. Über 1800 junge Menschen von insgesamt 20 Bildungsstätten – darunter Mittel- und Realschulen sowie auch Gymnasien – nutzten diese Chance.
Das Ziel sei und bleibe, junge Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft zu unterstützen. Dabei sei die Orientierungsmesse ein „zentraler Baustein“, betonte Lindörfer. Er freute sich über das Interesse von 90 Schülerinnen und Schülern an den angebotenen Kurzpraktika. 16 Firmen ermöglichten dabei, Ausbildungsberufe praxisnah kennenzulernen.
Gespannt sind die Verantwortlichen laut Lindörfer auch auf die Ergebnisse des Videowettbewerbs, der erstmals stattfand. Dabei konnten die jungen Menschen in Gruppen ihren Tag auf der Messe in Form eines Films dokumentieren.
Schirmherrin der Veranstaltung war die Regierungspräsidentin von Mittelfranken, Dr. Kerstin Engelhardt-Blum. Junge Menschen wüssten oft noch nicht, wo es beruflich hingehen solle. Sie bräuchten Orientierung. Eine solche Messe sei da genau das Richtige.
Engelhardt-Blum würdigte das Engagement der Organisatoren, die einen enormen Aufwand betrieben, und das der Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler bei der Berufsfindung begleiten. Die Schirmherrin machte auch ein bisschen Werbung in eigener Sache und wies darauf hin, dass die Regierung von Mittelfranken erstmals mit einem Stand vertreten ist.
Es müsse ein Ziel sein, in der Region Fachkräfte auszubilden und zu halten, sagte Landrat-Stellvertreter Stefan Horndasch. Die Aussteller zeigten, wie viel Potenzial in der Region vorhanden sei, um mit jungen Menschen gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu gehen, ergänzte der Vorsitzende des Interfranken-Zweckverbands, Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh.
Die Geschäftsführerin der Bauakademie, Gabriela Gottwald, brachte ihre Freude über die Messe zum Ausdruck, zu der parallel der Landeswettbewerb der Fliesenleger stattfand.
Bei einem Rundgang war zu erleben, dass das Konzept, viele Auszubildende an den Ständen zu haben, aufging. Diese waren oft nicht viel älter als die Schülerinnen und Schüler. Daher war die Hemmschwelle, miteinander ins Gespräch zu kommen, niedriger. Außerdem kam es bei den Schülerinnen und Schülern gut an, dass sie selbst aktiv werden konnten. Sei es durch eine spezielle Brille im virtuellen Raum oder handfest, indem sie mit einer Baggerschaufel durch einen Sandhügel pflügten.