Ministerin Ulrike Scharf beim Josefi-Frühschoppen des CSU-Ortsverbands Bechhofen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.03.2026 13:25

Ministerin Ulrike Scharf beim Josefi-Frühschoppen des CSU-Ortsverbands Bechhofen

Vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Bechhofen: die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, mit (von links) dem CSU-Ortsvorsitzenden Martin Günther, Bürgermeister Sven Waidmann und dem CSU-Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Bechhofen: die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, mit (von links) dem CSU-Ortsvorsitzenden Martin Günther, Bürgermeister Sven Waidmann und dem CSU-Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Bechhofen: die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, mit (von links) dem CSU-Ortsvorsitzenden Martin Günther, Bürgermeister Sven Waidmann und dem CSU-Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Ulrike Scharf, die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, hat als Ehrengast beim vorgezogenen Josefi-Frühschoppen des CSU-Ortsverbandes Bechhofen die Festrede gehalten. In ihrer Ansprache thematisierte sie ein breites Feld von Themen.

Die Politikerin war 2006 in den Landtag nachgerückt und erzielte 2013 das Direktmandat in Erding. Sie ist weitere stellvertretende Ministerpräsidentin und Landesvorsitzende der Frauen-Union in Bayern.

Kompromiss immer besser als Sturheit

Sie lege großen Wert auf Tradition, aber das bedeute nicht etwa, „die Asche anzubeten, sondern das Feuer weiterzutragen“. In einem geschichtlichen Rückblick betrachtete sie den Anfang eines neuen Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Startvoraussetzungen mit dem zerstörten Land seien denkbar schlecht gewesen. Dennoch habe die erfolgreiche Marktwirtschaft von Ludwig Erhard Wachstum, Wohlstand und Sicherheit gebracht. Auf den Schultern der Aufbaugeneration stehend sei Deutschland bereits 20 Jahre nach dem Krieg zu einem der reichsten Länder geworden. Schon damals sei der Kompromiss immer die bessere Wahl gewesen als die Sturheit, so die Ministerin.

Auch heute gelte es, das Land in eine gute Zukunft zu führen. Viel zu jammern, sei hierfür kontraproduktiv, so Scharf. Die Gemeinden und das dort gezeigte Ehrenamt bilden nach Einschätzung der Ministerin die Grundlage des Staates. Sie empfahl, sich im jeweiligen Heimatort kraftvoll und mit festen Wertvorstellungen einzusetzen: „Die Kommunalpolitik wird nicht in Brüssel und Berlin gemacht, sondern vor Ort.”

Investitionen sind unabdingbar

Scharf zeigte sich stolz auf die erreichten Ziele. Bayern habe die niedrigste Arbeitslosenquote und „acht der zehn stärksten Regionen in Deutschland kommen aus Bayern“. Investitionen seien unabdingbar, denn neue Technologien würden unser Leben prägen.

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Die CSU-Politikerin sprach sich klar für eine Reform des Arbeitszeitgesetzes aus. Eine festgesetzte Wochenarbeitszeit bringe mehr Flexibilität als eine fixe Stundenzahl pro Tag. Auch bei der Einkommensteuer sei eine Änderung erforderlich: „Arbeit muss sich wieder lohnen.“ Des Weiteren forderte Scharf eine spürbare Entbürokratisierung. Der „Dschungel“ bei den Begriffen der Sozialleistungen müsse dringend gelichtet werden.

Ortsteile ziehen Stärke aus der Vielfalt

Auch die fehlende Balance bei jährlich einer Million hinzukommenden Rentnerinnen und Rentnern, aber nur 680.000 neuen Beitragszahlenden stimme sie nachdenklich, so Scharf. Bei der Kinderbetreuung sah sie den Bedarf, der sich durch die Lebensrealität ergebe. Familie und Beruf müssten vereinbar sein und die prägende frühkindliche Bildung müsse „oben angestellt werden“. Abschließend zollte die Ministerin ihre „tiefe Dankbarkeit“ all den Ehrenamtlichen, die das Land zusammenhalten.

Der CSU-Ortsvorsitzende Martin Günther hatte zu Beginn die Gäste begrüßt und Bürgermeister Sven Waidmann die Gemeinde vorgestellt. Die auf 61 Quadratkilometer verteilten 28 Ortsteile würden ihre Stärke aus der Vielfalt ziehen. In Bechhofen selbst sei das Bürsten- und Pinselmuseum ein sichtbarer Ausdruck des handwerklichen Könnens und der Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Landrat Dr. Jürgen Ludwig dankte Scharf für die „mit Argumenten und klarer Haltung“ gegebene Orientierung.

Der Musikverein Großenried unter Leitung von Franz Schwaiger umrahmte den Josefi-Frühschoppen.

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