Eigentlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher, die es sich leisten können, so früh wie möglich fürs Alter vorsorgen. So kann man mit vergleichsweise kleinen Sparbeträgen und der Wirkung des Zinseszinseffekts ein beachtliches Vermögen anhäufen. Je später man beginnt, desto größer müssen die Sparbeträge sein, um zum selben Ergebnis zu gelangen. Doch nicht selten kommt es vor, dass das Vorhaben lange Zeit auf der Strecke bleibt - zum Beispiel wegen anderer finanzieller Verpflichtungen.
Wer dann irgendwann über 50 ist und einen Blick in seine Unterlagen wirft, stellt nicht selten fest, dass eine Rentenlücke droht - also eine Differenz zwischen dem gewohnten Nettoeinkommen vor dem Ruhestand und den tatsächlichen Alterseinkünften, etwa durch die gesetzliche Rente. Was Betroffene in dem vergleichsweise begrenzten Zeitraum bis zum Renteneintritt tun können, um noch Geld für den Lebensabend anzusparen, erklären zwei Experten.
Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf rät Betroffenen dazu, strukturiert vorzugehen und sich Zeit zu nehmen, um die passende Lösung für sich selbst zu finden. Vor allem ist zu klären, ob die Rentenlücke lediglich dazu führt, dass man den bisherigen Lebensstandard herabsetzen muss oder ob dadurch bereits gewöhnliche Lebenshaltungskosten gar nicht dauerhaft bedient werden können. Wer seinen bisherigen Lebensstandard problemlos heruntersetzen kann und möchte, hat vielleicht weniger ein Problem als wenn im Alter das Geld für Miete und Lebensmittel fehlt.
Zunächst gilt es also zu prüfen, wie es um die Finanzen nach dem Wechsel in den Ruhestand aussieht. Konkret: Welche Einnahmen gibt es - und welche Ausgaben stehen an? Anschließend checken Betroffene die in der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung angegebene Rentenhöhe. Um eine mögliche Rentenlücke genau auszumachen, prüfen sie
Steht nun fest, wie hoch die Rentenlücke ist, ist zu entscheiden, wie sie geschlossen werden soll. Soll etwa ein bestimmter Kapitalstock angespart werden, aus dem in Eigenregie regelmäßig Entnahmen erfolgen? Oder präferiert man eine lebenslang gezahlte Rente? Oder wählt man einen dritten Weg?
Generell gilt in Hinblick auf die Rentenlücke: Wer Anfang 50 ist, hat aufgrund der noch zur Verfügung stehenden Zeit von rund 15 Jahren mehr Optionen als jemand, für den oder die das 60. Lebensjahr naht oder eventuell schon überschritten ist.
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