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Veröffentlicht am 17.03.2026 15:00

Mittelfranken immer sicherer: Das sagt die Kriminalstatistik 2025 für die Region

Mittelfrankens Polizei blickt auf das nach eigenen Angaben sicherste Jahr seit der Jahrtausendwende – mit Ausnahme des Coronajahres 2021 – zurück. Das teilte das Präsidium am Dienstag in einer Pressemitteilung zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 mit. Auch in Westmittelfranken nahmen die Straftaten ab – mit einem Wermutstropfen.

Für ganz Mittelfranken ging nach Angaben der Polizei die Zahl der Straftaten um 0,9 Prozent auf 75.211 Fälle zurück. Ausgenommen sind ausländerrechtliche Verstöße. Diese eingerechnet, sanken die Fallzahlen sogar um 2,6 Prozent. Schon im Vorjahr verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken rückläufige Zahlen. Die Aufklärungsquote stieg auf 66,6 Prozent.

Anstieg der Messerangriffe in Mittelfranken

Die Menge der Rohheitsdelikte insgesamt, darunter Raub, Körperverletzung und Bedrohung, ging um 1,1 Prozent zurück. Messerangriffe explizit stiegen derweil um fast 50 Prozent. Der Großteil ereignete sich im nicht-öffentlichen Raum, also etwa zu Hause. „Diesen Anstieg nehmen wir sehr ernst. Wir reagieren mit Waffenverbotszonen, verstärkter Präsenz und konsequenter Strafverfolgung”, erklärt hierzu Polizeipräsident Gernot Rochholz. Allerdings sei ein Vergleich mit den Vorjahren aufgrund der Art der Erfassung nur eingeschränkt möglich.

Straftaten gegen das Leben stiegen um 14 Fälle auf 106. Auch Sexualdelikte nahmen leicht zu – vor allem sexuelle Belästigung.

Weniger Rauschgiftkriminalität, mehr politische Straftaten

Einen neuen Höchststand verzeichne politisch motivierte Kriminalität um rund 400 Fälle auf 1495 Straftaten. Die meisten Fälle entfielen auf rechtsgerichtete Ideologie (36 Prozent), gefolgt von linksgerichteter Ideologie (31 Prozent). Mit 24 Prozent nehmen sonstige Fälle großen Raum ein, zu denen die Polizei vor allem die Querdenker- und Reichsbürgerbewegung zählt. Religiöse Ideologie kam auf zwei Prozent der Fälle.

Derweil nahmen Diebstähle und Betrugsfälle ab, ebenso die Rauschgiftkriminalität. Hier mache sich die Cannabis-Legalisierung weiterhin bemerkbar. Allerdings stiegen in fast allen anderen Stoffarten die Fallzahlen. Besonders deutlich sanken laut Statistik erfolgreiche Fälle von Callcenter-Betrug (-27,7 Prozent). Kaum eine Rolle mehr spielen klassische „Enkeltrick”-Methoden.

Beim inzwischen verbreiteten Cybertrading-Betrug versuchen kriminelle Banden, Menschen zu vermeintlich sicheren Investitionen zu drängen. Der Schaden ist immens. (Symbolbild: Evi Lemberger)
Beim inzwischen verbreiteten Cybertrading-Betrug versuchen kriminelle Banden, Menschen zu vermeintlich sicheren Investitionen zu drängen. Der Schaden ist immens. (Symbolbild: Evi Lemberger)

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Sinkende Zahlen in Ansbach, aber mehr Tötungsversuche

In der Stadt Ansbach sank die Zahl der Straftaten deutlich auf 2462 Fälle (-238). Insgesamt kommen nur in Nürnberg mehr Straftaten auf 100.000 Einwohner wie in Ansbach. Die Aufklärungsquote lag mit 72,8 Prozent über dem mittelfränkischen Durchschnitt, nahm aber im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent ab. Trotzdem verzeichnet die Stadt weiterhin die höchste Aufklärungsquote im ganzen Regierungsbezirk. Die Zahl der Straftaten gegen das Leben stieg von drei auf 13 Fälle. Dabei handelte es sich bis auf einen Mord um Versuchstaten.

Für den Landkreis Ansbach verzeichnete die Polizei einen minimalen Rückgang der Straftaten auf 4800 Fälle (-88). Die Aufklärungsquote lag bei 67,3 Prozent.

Auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim waren Straftaten rückläufig: Minus 68 Fälle auf nunmehr 2538 Straftaten ist die Bilanz. Die Aufklärungsquote rutschte um drei Prozent ab und beträgt nun 68 Prozent.

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Die Polizei verzeichnet in ihrem Sicherheitsbericht 2025 für Ansbach sinkende Fallzahlen. (Symbolbild: Manfred Blendinger)
Die Polizei verzeichnet in ihrem Sicherheitsbericht 2025 für Ansbach sinkende Fallzahlen. (Symbolbild: Manfred Blendinger)
Die Polizei verzeichnet in ihrem Sicherheitsbericht 2025 für Ansbach sinkende Fallzahlen. (Symbolbild: Manfred Blendinger)

Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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