Wer beim Öffnen von Webseiten auf „Bestätigen Sie, dass Sie ein Mensch sind“-Captchas stößt, sollte nach dem Setzen des Häkchens zur Bestätigung besonders vorsichtig sein.
Wird nach dieser Maus-Aktion ganz normal Zugang zur Seite gewährt, ist alles in Ordnung - es handelt sich wirklich um eine Seite, die sich mit Hilfe von Captchas vor Bots schützen möchte.
Erscheinen aber stattdessen weitere Anweisungen zum Ausführen von Tastenkombinationen in Verbindung mit Windows-Terminal- oder PowerShell-Fenstern?
Dann ist man auf einer brandgefährlichen, manipulierten Webseite gelandet, die Schadsoftware auf den Rechner schleusen will, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dann heißt es: sofort abbrechen und den Browser schließen.
Denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist man auf einer kompromittierten Webseite gelandet - oder mittels Phishing oder Social Engineering gezielt dorthin gelockt worden.
Dieses Vorgehen von Hackern ist Teil von Angriffen, die als Terminalfix oder Clickfix bezeichnet werden und die Hacker auch in das IT-Landesnetz der Berliner Verwaltung geführt haben. Den Hackern hat dabei wahrscheinlich so eine Fake-Captcha-Abfrage Tür und Tor geöffnet. Vor dem BSI hatte Ende August auch schon Microsoft vor diesen Angriffsmethoden gewarnt, die erstmals 2024 aufgetaucht waren.
Dass man es mit einem gefälschten Captcha zu tun hat, wird klar, sobald Anweisungen auftauchen, die zur angeblichen weiteren Verifikation das Ausführen diverser Tastenkombinationen fordern.
Im Detail funktioniert der Angriff so:
Da viele Schadprogramme tiefgreifende Änderungen am System vornehmen, die nicht einfach rückgängig gemacht werden können, sollten Betroffene nach einer tatsächlichen Infektion mit der Malware aus dem Angriff sicherheitshalber den ganzen Rechner neu aufsetzen.
Das bedeutet im Detail:
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