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Veröffentlicht am 05.07.2026 03:32, aktualisiert am 05.07.2026 18:57

Nach Wahlfälschung im Dorf Frau zur Bürgermeisterin gewählt

In Wülfershausen waren etwa 1.300 Menschen wahlberechtigt. (Symbolbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
In Wülfershausen waren etwa 1.300 Menschen wahlberechtigt. (Symbolbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
In Wülfershausen waren etwa 1.300 Menschen wahlberechtigt. (Symbolbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)

Nach der Manipulation bei der Kommunalwahl im März haben die Bürger von Wülfershausen an der Saale nun eine Bürgermeisterin. Die Bankbetriebswirtin Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) erhielt bei der Neuwahl mit 87 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit, wie die Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld) das vorläufige Ergebnis online bekanntgab. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,5 Prozent.

Der Vorgänger der 52-Jährigen hatte eingeräumt, Wahlunterlagen zur Kommunalwahl im März manipuliert zu haben. Der damalige CSU-Politiker trat daher von dem Amt als Erster Bürgermeister zurück, die knapp 1.300 Wahlberechtigten waren somit zur Neuwahl aufgerufen.

Weil der 69-Jährige auch Stimmzettel der Kreistags- und Gemeinderatswahl verändert haben soll, fand am Sonntag auch die Nachwahl für den Kreistag des Landkreises Rhön-Grabfeld und den Gemeinderat statt. Bei der Kreistagswahl wurde dabei nur die Briefwahl wiederholt. 

Prozess im Herbst

Am 3. November steht der Amtsvorgänger von Markert wegen Wahlfälschung vor dem Amtsgericht Bad Neustadt/Saale. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für den 69-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

© dpa-infocom, dpa:260705-930-335167/2


Von dpa
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