Nach der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Auszählung von rund 66 Prozent der Stimmen seinen Vorsprung gefestigt. Eine klare Mehrheit erreicht das Lager aber nicht. Laut israelischen Medienberichten kommt es nach gegenwärtigem Stand auf 54 der 120 Sitze in der Knesset, das gegnerische Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot erreicht demnach 48 Sitze. Für eine Mehrheit wären 61 Sitze nötig.
Netanjahus Likud-Partei wurde den Angaben zufolge stärkste Kraft mit 27 Parlamentssitzen. Dahinter liegt die Mitte-Partei Jaschar von Eisenkot, die demnach auf 21 Sitze kommt. Die arabischen Parteien kommen nach gegenwärtigem Stand auf zusammen 18 Sitze. Eisenkot wäre für die Bildung einer Regierung auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen, was aber mehrere Parteien der Opposition bislang ablehnten. Netanjahu rief derweil zur Bildung einer starken rechtsgerichteten Regierung ohne Beteiligung der arabischen Parteien auf.
Die Regierungsbildung und wer den künftigen Ministerpräsidenten stellen wird, ist noch ungewiss.
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