Neue „Mobland“-Folgen: Die dunkle Seite von Pierce Brosnan | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.09.2026 07:10

Neue „Mobland“-Folgen: Die dunkle Seite von Pierce Brosnan

In der zweiten Staffel sind zu sehen: Helen Mirren als Maeve Harrigan, Emmett J Scanlan als Paul, Pierce Brosnan als Conrad Harrigan und Jack Archer als Fergus.  (Foto: Luke Varley/Paramount+/dpa)
In der zweiten Staffel sind zu sehen: Helen Mirren als Maeve Harrigan, Emmett J Scanlan als Paul, Pierce Brosnan als Conrad Harrigan und Jack Archer als Fergus. (Foto: Luke Varley/Paramount+/dpa)
In der zweiten Staffel sind zu sehen: Helen Mirren als Maeve Harrigan, Emmett J Scanlan als Paul, Pierce Brosnan als Conrad Harrigan und Jack Archer als Fergus. (Foto: Luke Varley/Paramount+/dpa)

Als Privatdetektiv Remington Steele war Pierce Brosnan in den 80er Jahren einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Als James Bond wurde er in den 90ern zum Weltstar. Doch in dem jähzornigen, alternden Gangsterboss Conrad Harrigan aus „Mobland - Familie bis aufs Blut“ hat der 73-Jährige womöglich seine Paraderolle gefunden. Jetzt gibt es beim Streamingdienst Paramount+ neue Folgen der hochkarätig besetzten Serie (Start 18.9.), an der auch Starregisseur Guy Ritchie mitwirkt.

Brosnan wollte „wieder Schauspieler sein“

Er habe „endlich wieder ein Schauspieler“ sein wollen, so Brosnan im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Seine Karriere begann einst am Theater. Dann wurde er TV- und Filmstar. „Ich habe dieses bestimmte Aussehen und diesen Stil entwickelt, und irgendwie wurde ich davon ein Stück weit vereinnahmt“, sagt der gebürtige Ire. „Aber es hat die Miete bezahlt. Ich konnte für meine Familie sorgen.“

Was Brosnan meint: Obwohl er viele verschiedene Rollen spielte, wurde er meist als der gut aussehende Gentleman wahrgenommen. Als Conrad Harrigan sieht er immer noch gut aus, spielt aber eine komplexere Figur und zeigt eine dunkle Seite. Der Patriarch ist unberechenbar, rücksichtslos, manchmal abscheulich und dennoch charismatisch. Brosnan ist genial in der Rolle. Ihm gelingt der schmale Grat zwischen amüsant und bedrohlich. Conrad ist ein Mann, dem man gerne zuschaut, den man aber keinesfalls zum Feind haben möchte.

Mirren und Brosnan als (Alb-)Traumpaar

Wenige Rollen hätten ihm so viel Spaß gemacht und so viel Spielraum geboten, schwärmt Brosnan. „Das ist einer der Gründe, warum ich das machen wollte. Ich wollte mit Guy Ritchie arbeiten, ich wollte mit Dame Helen arbeiten, und ich wollte in der Gesellschaft von Schauspielern sein, die mir das Gefühl geben, wieder Schauspieler zu sein.“

Oscar-Gewinnerin Helen Mirren („Die Queen“), die in „Mobland“ als seine durchtriebene, manipulative Ehefrau Maeve brilliert, stimmt ihm zu. „Es gibt einen Unterschied zwischen einem Schauspieler und einem Filmstar“, sagt die 81-Jährige im gemeinsamen dpa-Interview. „Und heute bist du eine großartige Mischung aus beidem.“ Die Chemie zwischen Mirren und Brosnan ist das Herzstück der Gangsterserie.

Darum geht es in „Mobland“

Die erste „MobLand“-Staffel erzählte vom Machtkampf der Harrigans mit den Stevensons, einer rivalisierenden Verbrecherfamilie. Im Zentrum steht Tom Hardy als Harry Da Souza, der loyale Problemlöser der Harrigans. Harry hat alle Hände voll damit zu tun, die Familie zusammenzuhalten, während seine eigene Ehe mit Jan (Joanne Froggatt) den Bach runtergeht. Denn die Harrigans ziehen längst nicht alle an einem Strang - und innerhalb der Familie tun sich immer neue Abgründe auf.

Conrad agiert zunehmend irrational und verärgert damit seinen Sohn und designierten Nachfolger Kevin Harrigan (Paddy Considine). Maeve verfolgt ihre ganz eigenen Absichten mit dem jungen Eddie Harrigan (Anson Boon), dessen Stellung in der Familie zur Debatte steht. Conrads ehrgeizige uneheliche Tochter Seraphina (Mandeep Dhillon) wiederum ist ihr ein Dorn im Auge. Während die Harrigans mit sich selbst beschäftigt sind, wittern immer mehr Feinde ihre Chance. Die Lage droht zu eskalieren.

Mirren verspricht „noch mehr Chaos“ in Staffel 2

Und jetzt? „Bei den Harrigans herrscht noch mehr Chaos als vorher. Und allmählich werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt“, sagt Mirren mit Blick auf die neue Staffel der Erfolgsserie, die blutigen Gangster-Realismus mit tiefschwarzem Humor und bewusst überzeichneten Figuren verbindet. „Ich glaube, sie ist genauso wild, wenn nicht noch wilder.“

Johnny Flynn als hinterlistiger Gangster Frankie Cooper, der die Harrigans ausschalten will, Janet McTeer als mächtige Mafiapatin mit politischem Einfluss und Toby Jones als pensionierter, korrupter Polizist Colin Tattersall rücken in den Vordergrund der Geschichte. „Das sind wirklich die Top-Schauspieler Großbritanniens“, schwärmt Mirren. Tatsächlich knüpft die zweite Staffel bezüglich Spannung und Unterhaltung nahtlos an die erste an.

Grünes Licht für weitere Folgen

Mehr als einmal war von Krach hinter den Kulissen zu lesen. Berichten zufolge soll Tom Hardy mit dem ausführenden Produzenten und Autor Jez Butterworth („James Bond 007 - Spectre“, „The Agency“) aneinander geraten sein.

Alles halb so wild heißt es aus dem Paramount-Umfeld. Die Wogen haben sich offenbar mittlerweile geglättet. „Mobland“ wird auch eine dritte Staffel bekommen. Mit Tom Hardy. Und natürlich mit dem großartigen Duo Helen Mirren und Pierce Brosnan, das aus dieser TV-Serie großes Kino macht.

© dpa-infocom, dpa:260917-930-697800/1


Von dpa
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