Kultur und Geschichte der Kelten will ein neuer Verein vermitteln, der sich jetzt in Wörnitzhofen gegründet hat. Der Zusammenschluss geht auf das Keltenfest im Ferienprogramm der Gemeinde Weiltingen zurück.
Benjamin Mack und Gleichgesinnte hatten das Angebot rund um die Kelten ins Leben gerufen. Sie haben sich im Verein Werinza Celtoi, Verein zur Förderung der Keltischen Kultur, zusammengeschlossen. Diese geschichtliche Epoche soll für Kinder und Jugendliche spannend und Interessant vermittelt und erlebbar werden, teilt die Gruppe über ihre Ziele mit.
Einer der Schwerpunkte der Vereinsarbeit soll die Organisation des „Keltenfests“ als Teil des Weiltinger Ferienprogramms bleiben, erklären die Vereinsgründenden. Die keltische Lebensweise soll aber auch durch Workshops, Vorträge oder Erlebnisangebote vermittelt werden. Benjamin Mack hatte Interessierte zur Vereinsgründung der Werinza Celtoi eingeladen, teilte der Zusammenschluss jetzt mit.
An diesem Abend seien ein umfangreiches Programm absolviert, eine entsprechende Satzung verabschiedet und der neue Vorstand gewählt worden. Dieser setzt sich aus dem Vorsitzenden Benjamin Mack, der zweiten Vorsitzenden Christiane Amschler und Kassiererin Corina Hofmann-Käß zusammen. Als Schriftführer wurde Hartmut Hawelka gewählt und als Kassenprüfer fungieren Uta Hummel und Martin Amschler.
Weil die Vereinsmitglieder darüber hinaus keltische Kultur als „Reenactment“ für sich selbst erlebbar machen wollen – das bedeutet, dass sie die vergangene Zeit und Lebensweise nachstellen – traf sich die Gruppe als Kelten gekleidet, schreibt der Verein.
Schon lange vor der Zeitenwende, die durch Christi Geburt markiert wird, sei die Region zwischen Ipf und gelber Bürg intensiv besiedelt und bewohnt gewesen, informiert der Verein über die historischen Hintergründe. Die Stämme der Kelten seien in der Region seit der Hallstadtzeit ab 800 v. Chr. ansässig gewesen und hätten Spuren hinterlassen – sei es auf dem Hesselberg oder in Form von sogenannten Viereckschanzen, auf die die Dörfer Weiltingen, Fürnheim/Goschenhof, Aufkirchen, Eybburg oder Hausen zurückgehen.
Zeugen der keltischen Kultur seien darüber hinaus auch befestigte Städte, Oppida genannt, wie zum Beispiel Manching bei Ingolstadt oder Kehlheims. Hügelgräber wie es sie unter anderem auch in Weiltingen, oberhalb Beyerbergs, im Oettinger Forst oder bei Wassertrüdingen gegeben habe, seien Relikte der Kelten, meint der Verein.
Die Keltische Lebensweise habe sich über ganz Europa verbreitet, von der Türkei (Galater) über Österreich (Noriker), Italien, Spanien, Frankreich, Süddeutschland bis hinauf nach Schottland und Irland. Und diesen Teil prägender europäischer Geschichte und Kultur wolle der Verein künftig an Kinder und Erwachsene vermitteln.