Neun Frauen wollen „Miss Germany“ werden | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 25.02.2026 03:46

Neun Frauen wollen „Miss Germany“ werden

Bald wird die nächste „Miss Germany“ gekürt (Archivbild).  (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)
Bald wird die nächste „Miss Germany“ gekürt (Archivbild). (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)
Bald wird die nächste „Miss Germany“ gekürt (Archivbild). (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)

Neun Frauen stehen im Finale der Wahl zur „Miss Germany“, darunter Unternehmerinnen, eine Biologin und eine Presseoffizierin der Bundeswehr. Sie setzten sich aus mehr als 2.600 Bewerberinnen durch, wie der Veranstalter, die Miss Germany Studios, mitteilte. In der Endrunde treten nun in drei Kategorien zunächst jeweils drei Finalistinnen gegeneinander an. 

Kategorie „Female Founder“

In der Kategorie „Female Founder“ ist die 38-jährige Abina Ntim aus Hamburg als Nachwuchsunternehmensgründerin nominiert. Sie hat eine Pflegemarke für Afrohaare auf die Beine gestellt. Sie konkurriert mit der 27 Jahre alten Büsra Sayed aus Berlin, die ein Modelabel gegründet hat, das Frauen mit dem traditionellen Kopftuch Hijab stärker sichtbar machen soll. Als Dritte nominiert ist die 31 Jahre alte Biologin Amelie Reigl aus Würzburg, die menschliche Haut im Labor züchtet, um Tierversuche zu reduzieren. 

Kategorie „Female Mover“

In der Kategorie „Female Mover“ geht es um Frauen in von Männern dominierten Berufen. Finalistin Aileen Tina Hufschmidt (33) aus Wuppertal ist Presseoffizierin bei der Bundeswehr mit Auslandseinsätzen im Irak und in Litauen. Sie tritt an gegen die Fotografin Stephie Braun (30) aus Berlin und Rose Mondy aus Herne. Die 26-Jährige verlagerte ihr Geschäft während der Corona-Pandemie ins Digitale und wurde 2025 als „Streamerin des Jahres“ ausgezeichnet.

Kategorie „Female Leader“

Als „Female Leader“ nominiert sind die 36-jährige Anne Bäumler (36) aus dem hessischen Assenheim, die bei einer Drogeriekette ein Team von mehr als 800 Mitarbeitenden führt, die Wiesbadener Unternehmerin Amina Ben Bouzid (28), die von Frauen-geführte Marken beim Wachstum unterstützt, sowie Paula Daub (35) aus Hamburg, Verkaufschefin bei einem Beauty-Start-up.

Finale nicht mehr im Europa-Park

Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Europa-Park Rust in Baden-Württemberg wird das Finale in diesem Jahr in Bayern ausgetragen, in den Bavaria-Studios im Münchner Nobelvorort Grünwald. 

Dort soll die neue „Miss Germany“ am 7. März, dem Vorabend des Weltfrauentags, in einer Live-Show gekürt werden, die auf Sixx und dem Streaming-Portal Joyn ausgestrahlt wird. Eingebettet wird das Finale in ein sogenanntes „Empowering Festival“, bei dem es um Karriere, Austausch und Vernetzung gehen soll. 

Fast 100 Jahre Miss-Wahlen

Die „Miss Germany“-Wahl wurde vor 99 Jahren, im Jahr 1927, erstmals veranstaltet - damals und Jahrzehnte danach noch als Schönheitswettbewerb. 2027 feiert „Miss Germany“ also großes Jubiläum und wird 100 Jahre alt. Nach Veranstalterangaben war auch dies der Grund für den Umzug. Das Finale sollte in einer größeren Stadt gefeiert werden als in Rust bei Freiburg. 

Gesucht: DAX-Vorständinnen statt Beauty-Influencerinnen

Inzwischen will die Verleihung sich als Auszeichnung für Frauen verstanden wissen, „die Zukunft gestalten, entwickeln“ und in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Man suche „nicht nach den nächsten Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen DAX-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen“, teilte der Veranstalter mit.

Amtierende „Miss Germany“ ist Ärztin

Die amtierende „Miss Germany“ ist die Ärztin Valentina Busik, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet und die Digitalisierung im deutschen Gesundheitssystem voranbringen will. Sie hat einen Avatar entwickelt, der Tag und Nacht für jeden verständlich auf 40 Sprachen und Gebärdensprache medizinischen Fachjargon übersetzen soll.

© dpa-infocom, dpa:260225-930-731602/1


Von dpa
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