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Veröffentlicht am 03.02.2026 00:07

Nie mehr peinlich am Schlepplift stürzen - wie geht das?

Hinauf im Doppelpack: Bei Zweier-Schleppliften sollte man umso mehr aufpassen - sonst reißt man nicht nur sich, sondern auch den Mitfahrer um. (Foto: Angelika Warmuth/dpa/dpa-tmn)
Hinauf im Doppelpack: Bei Zweier-Schleppliften sollte man umso mehr aufpassen - sonst reißt man nicht nur sich, sondern auch den Mitfahrer um. (Foto: Angelika Warmuth/dpa/dpa-tmn)
Hinauf im Doppelpack: Bei Zweier-Schleppliften sollte man umso mehr aufpassen - sonst reißt man nicht nur sich, sondern auch den Mitfahrer um. (Foto: Angelika Warmuth/dpa/dpa-tmn)

Schlepplifte sind für manche ein Horror. Man hat Bilder vor Augen von unbeholfenen Stürzen, bei denen sich die Skifahrer verzweifelt an der Stange festklammern, noch ein Stück halb liegend über den Schnee gezogen werden, ehe sie doch loslassen müssen und hinfallen.

Für Zuschauer ist das vor allem lustig, für Betroffene im besten Fall auch - im schlimmsten Fall aber schmerzhaft und höchst unangenehm. 

Doch es ist nun einmal so, dass in vielen Skigebieten noch Schlepper im Betrieb sind. Und mit der richtigen Technik und ein wenig Körperspannung verlieren die Anlagen schnell ihren Schrecken. Konstantin Lanzl vom Deutschen Skiverband erklärt, worauf es ankommt.

Herr Lanzl, wie vermeide ich, in einem Schlepplift zu stürzen?

Konstantin Lanzl: Beim Schlepplift ist es wichtig, sich nicht auf den Bügel oder Teller draufzusetzen, sondern sich nur dagegen zu lehnen. Die Stöcke in eine Hand und mit der anderen Hand die Stange festhalten. Und dann nicht irgendwie dagegen arbeiten, sondern die Ski parallel stellen und sich ziehen lassen.

Am Anfang muss man aufpassen: Manche Lifte ziehen richtig an. Da ist es wichtig, Körperspannung zu haben. Wenn es steil wird, rutscht der Bügel vielleicht mal etwas hoch am Körper – dann muss man sich manchmal noch ein bisschen kräftiger in ihn hinein lehnen. Auch dann gilt: nicht draufsetzen!

Was tue ich, wenn ich doch hinfalle?

Lanzl: Ganz schnell zur Seite rutschen und nicht mitten in der Spur bleiben. Damit die folgenden Personen nicht groß ausweichen müssen, denn das kann zu weiteren Stürzen führen. 

Ist ein Stock oder anderes Equipment liegen geblieben, sollte man das erst mal kurz liegen lassen. Ist die Trasse dann frei, kann man das in Ruhe einsammeln. Dann wegfahren und zur Piste queren, wenn das möglich ist.

Und wenn das an einer Stelle passiert, wo man nicht zur Piste queren kann – mitten im Wald zum Beispiel? Laufe ich dann hoch oder runter?

Lanzl: Dann am besten seitlich an der Schleppspur entlang nach unten fahren. Dabei keine Schwünge machen, sondern die Ski quer zum Hang stellen und dann kontrolliert runterrutschen – das erfordert etwas Gleichgewichtsgefühl, aber die Technik lernt man als Anfänger eigentlich in jedem Skikurs ab Tag eins.

Das gilt nicht nur in so einer Situation am Schlepplift, sondern etwa auch, wenn man eine falsche Abzweigung genommen hat und auf einmal auf einer zu steilen Piste steht: Mit den Brettern seitlich zum Hang kommt man dann meistens sicherer hinab, als wenn man seine Ski auszieht und auf dem Hosenboden den Hang runterrutscht.

© dpa-infocom, dpa:260202-930-633499/1


Von dpa
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