Nur 10 Prozent der Kinder mit Risiken gegen Grippe geimpft | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.09.2026 05:01

Nur 10 Prozent der Kinder mit Risiken gegen Grippe geimpft

Die Impfung sollte laut Stiko jährlich aufgefrischt werden. (Symbobild) (Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)
Die Impfung sollte laut Stiko jährlich aufgefrischt werden. (Symbobild) (Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)
Die Impfung sollte laut Stiko jährlich aufgefrischt werden. (Symbobild) (Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)

Nur etwa 10 Prozent der Kinder in Deutschland mit gesundheitlichen Risikofaktoren sind gegen Grippe geimpft. Das geht aus einer Analyse des Robert Koch-Instituts vor. Grundlage für die Erhebung sind Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen für insgesamt elf Grippesaisons von 2014 bis 2025. 

Hochgerechnet auf die Gesamtpopulation müsse man davon ausgehen, dass in der kommenden Saison 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche mit Grunderkrankungen keinen Grippe-Impfschutz hätten - vorausgesetzt, die Impfquote bleibe unverändert, so das Institut. Die Stiko empfiehlt „eindringlich“, der Impfempfehlung nachzukommen und Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren rechtzeitig zu schützen.

Expertin: Grippe wird häufig nicht als Bedrohung wahrgenommen

Geimpft werden sollten etwa Kinder mit chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane, chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Adipositas. „Diese Kinder und Jugendlichen haben ein erhöhtes Risiko, schwer an Influenza zu erkranken und infolge der Erkrankung hospitalisiert und auf einer Intensivstation behandelt zu werden oder auch zu versterben“, wie die Ständige Impfkommission (Stiko) in einer Stellungnahme erklärt.

Die Impfung kann vor schweren Krankheitsverläufen schützen und sollte der Empfehlung nach jährlich einmal im Herbst oder Winter verabreicht werden.

Warum ist die Quote so niedrig? „Häufig wird die Grippe nicht als Bedrohung wahrgenommen, das ist möglicherweise ein Hauptgrund“, erklärte Barbara Gärtner, Fachärztin für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes. „In vielen Situationen kommen auch das schlichte Vergessen der Impfung oder die fehlende Ansprache durch Ärztinnen und Ärzte hinzu.“ Die Angst vor Nebenwirkungen spiele Studien zufolge nur eine untergeordnete Rolle.

© dpa-infocom, dpa:260922-930-723313/1


Von dpa
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