Nur wenige Fragen an die Stadtspitze bei der Bürgerversammlung in Bad Windsheim | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 01.12.2025 18:35

Nur wenige Fragen an die Stadtspitze bei der Bürgerversammlung in Bad Windsheim

Zumindest die eine erste Reihe blieb bei der Bürgerversammlung im Rathaus leer. Stadtbaumeister Michael Bender (am Rednerpult) erläuterte den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Baumaßnahmen. (Foto: Anna Franck)
Zumindest die eine erste Reihe blieb bei der Bürgerversammlung im Rathaus leer. Stadtbaumeister Michael Bender (am Rednerpult) erläuterte den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Baumaßnahmen. (Foto: Anna Franck)
Zumindest die eine erste Reihe blieb bei der Bürgerversammlung im Rathaus leer. Stadtbaumeister Michael Bender (am Rednerpult) erläuterte den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Baumaßnahmen. (Foto: Anna Franck)

Zwar war die Bad Windsheimer Bürgerversammlung vor allem vom dort verkündeten Rücktritt von Birgit Grübler als Bad Windsheimer Landesgartenschau-Geschäftsführerin geprägt. Einen Überblick über derzeitige Maßnahmen gab es trotzdem.

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Stadträtinnen und Stadträte, waren ins Rathaus gekommen, um den Ausführungen zu lauschen. Stolz könne man im Ratsgremium darauf sein, was man gemeinsam in der Legislaturperiode geschaffen habe, stellte Bürgermeister Jürgen Heckel zu Beginn klar. Zwölf Maßnahmen im Straßenbau seien derzeit am Laufen. „Und es werden noch viel mehr werden.”

Stadtbaumeister Michael Bender gab einen Überblick über fertige, laufende und künftige Vorhaben, Bürgermeister Heckel ergänzte stets den einen oder anderen Aspekt. Beim Neubau der Stadtgärtnerei gehe man nun in die Entwurfsplanung über, der Baubeginn sei für Ende 2026 vorgesehen. Abschnittsweise soll sie errichtet werden. Mit der Fertigstellung wird laut Bender ab 2027 gerechnet.

Das Bahnhofsgebäude ist bereits entkernt. Die Umbaumaßnahmen sollen im Dezember im Erdgeschoss starten, wo ein Café – betrieben von der Lebenshilfe – entstehen soll. Die Fertigstellung ist Anfang 2027 geplant, im April 2027 soll dann auch das Café eröffnen. Für die darüberliegenden Bereiche gebe es Planungen, die zunächst aber nicht umgesetzt werden.

Restaurant an der Franken-Therme wird größer

Mitte Dezember wird im Klosterchor und dem angrenzenden Haus der Begegnung (Husarengasse 1) Richtfest gefeiert. Mit der Gestaltung des Klostergartens soll sich ab Januar eine Projektgruppe beschäftigten, die offen für Interessierte ist, erläuterte Sabine Detsch, Stadträtin und Vorsitzende des Fördervereins Klosterchor und historische Stadtbibliothek, auf Nachfrage von Ludger Brake. Der Vorsitzende des Fördervereins Landesgartenschau wollte wissen, ob sich seine Gruppierung dem Garten annehmen dürfe.

Das könnte Sie auch interessieren
Personelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGedenktafel an den Theologen Friedrich Dörr in Wolframs-Eschenbach enthülltBeim Dorfgemeinschaftshaus Oberscheckenbach hat der Feuerwehrteil PrioritätIn Wettringen werden fünf neue Mitglieder des Gemeinderates vereidigt„Fang mer ou”: Die neue Rathauschefin von Geslau legt mit einem Mundartsatz losVier Stunden lang vereidigt und diskutiert: Das ist der neue Uffenheimer StadtratDer neue Neustädter Kreistag gibt seinen Ausschüssen mehr MachtGroße Verabschiedungsfeier für Bürgermeister Karl Fickel in GerolfingenMitteilung statt Beschluss: Keine Abstimmung über Bauantrag für Roßmühlen-ProjektVerabschiedung von Rothenburger Stadträten: 282 Jahre ErfahrungViel Applaus und Standing Ovations für ehemalige Stadtratsmitglieder in RothenburgThomas Härpfer vom Stellvertreter-Posten in Leutershausen verabschiedetRathauschefin von Markt Erlbach führt nun auch den Gemeindetags-KreisverbandKünftig gibt es mehr Sitzungen für die Stadtratsmitglieder von Ansbach

Die Erweiterung des Restaurants „Salza” an der Franken-Therme soll noch vor dem Landesgartenschau-Start fertiggestellt werden. Der Baubeginn ist noch für 2025 angesetzt, so der Stadtbaumeister.

Das Postgebäude in der Johanniterstraße steht nicht zum Verkauf, erklärte Heckel auf Nachfrage eines Bürgers. Die „Schaltzentrale aller Bad Windsheimer Leitungen” befinde sich darin. Die Bauarbeiten im Heimgartenweg und im Gipserweg sollen 2026 abgeschlossen werden. Anwohnerinnen und Anwohner hatten angeregt, dort einen verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Die Entscheidung dazu treffe aber letztlich das Landratsamt, erklärte der Bürgermeister.

Der Vollausbau für die Nürnberger Straße sei noch Zukunftsmusik, betonte Michael Bender. Zuvor, in 2026, stehe erst einmal eine Deckensanierung an. Derzeit laufen dort noch Maßnahmen der Stadtwerke, sagte deren Leiter Thomas Hartlehnert, der ebenfalls einen Überblick über Aktuelles gab. Unter anderem informierte er über die Anhebung der Wassergebühren um rund 20 Prozent, bei der allerdings noch ein Stadtratsbeschluss nötig sei. Auch auf die Umstellung des Abrechnungssystems der Stadtwerke ging er ein. Informieren wolle man die Öffentlichkeit darüber im Januar mit einem Schreiben.

Kritik an Straßenzustand

Seine Anfragen schriftlich aufgelistet hatte vorab Hans Löffler, Pfarrer im Ruhestand und Vorsitzender der Kreisgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Mehrere seiner Themen befassten sich mit dem Thema Radverkehr. Heckel erklärte dazu, dass in Bad Windsheim ein Radwegekonzept greife und Löfflers Forderungen im Widerspruch zu der aktuellen Beschlusslage stünden. Deshalb müsse man sich mit der Thematik erst noch befassen.

Die Nährgasse machte einem anderen Bürger Sorgen. Ob man die Straße nicht in „Pfützengasse” oder „Weihergasse” umbenennen wolle, regte er an. Denn wenn es regnet, brauche man dort Gummistiefel oder gar einen Taucheranzug. „Wenn die Autos durchfahren, wird man als Fußgänger nass.” Schon in der Vergangenheit habe er dieses Thema angebracht, aber passiert sei nichts. „Wir haben es auf dem Schirm”, sagte Heckel. Für 2026 habe er die Gasse in die Sanierungsliste mit aufgenommen. Aber: „Ich kann es nicht versprechen.”

Birgit Grübler, die auch Geschäftsführerin der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH ist, hatte denn das Wort und verkündete ihren Rücktritt als LGS-Geschäftsführerin. Zwar fragte Heckel anschließend noch, ob jemand noch Fragen hätte. In den Gesichtern war aber vor allem Unsicherheit abzulesen. Nur ein einziger Bürger ergriff dann noch das Wort, um sich über die Zukunft des früheren Wohngebietes an der Frankenland-Klinik zu informieren. Besitzer sei die Stadt, so Heckel. Wenn die Wohnungen eines Tages alle leer sind, werde der Stadtrat über ein Konzept dafür entscheiden. „Eine Sanierung wird nicht infrage kommen”, stellte der Bürgermeister allerdings klar.

Zu guter Letzt bat Heckel darum, dass man nun ein „friedliches Weihnachtsfest” feiern möge. Die „politischen Spielchen” sollten enden, so sein Appell. „Darum bitte ich Sie herzlichst. Ich bin gerne Bürgermeister dieser Stadt. Ich muss das aber nicht sein. Aber diese Spielchen müssen ein Ende haben”, sagte Heckel sichtlich angefasst.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
north