Obstbäume pflanzen: So gelingt es auch im Frühling | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 27.03.2026 00:07

Obstbäume pflanzen: So gelingt es auch im Frühling

Nicht nur im Herbst: Auch im Frühjahr lassen sich Obstbäume erfolgreich pflanzen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Nicht nur im Herbst: Auch im Frühjahr lassen sich Obstbäume erfolgreich pflanzen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Nicht nur im Herbst: Auch im Frühjahr lassen sich Obstbäume erfolgreich pflanzen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Auch im Frühjahr können Obstbäume einen guten Start haben, sofern man passende Sorten wählt und beim Einpflanzen richtig vorgeht. Der Industrieverband Agrar (IVA) gibt praktische Tipps.

Standort, Art und Wuchsform wählen

Obstgehölze mit Topfballen lassen sich in der Regel ganzjährig pflanzen. Für wärmeliebende Arten wie Pfirsich, Aprikose oder Nektarine ist der April ein guter Pflanzzeitpunkt – vorausgesetzt, es sind keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten.

Vor dem Kauf sollten Hobbygärtner neben der Obstart auch die Wuchsform berücksichtigen. Sie bestimmt den späteren Platzbedarf und den Pflegeaufwand:

  • Hochstamm: benötigt viel Raum, etwa 100 Quadratmeter 
  • Buschbaum: wird bis zu drei Meter hoch, pflegeleicht 
  • Spindelbaum: kompakt, gut für kleinere Gärten geeignet 
  • Säulenobst: wächst schmal nach oben, braucht wenig Platz

Für kleine Gärten gilt: Säulenbäume liefern meist weniger Ertrag und sind oft teurer als Busch- oder Spindelbäume. Dafür lassen sie sich gut im Kübel halten, etwa auf Balkon oder Terrasse. 

Auch das Alter der Bäume kann bei der Wahl eine Rolle spielen. Junge Bäume wachsen in der Regel besser an. Ältere Exemplare tragen dagegen früher Früchte, sind aber teurer. Wer nur einen Baum pflanzt, sollte auf selbstfruchtbare Sorten achten.

So wird der Obstbaum gepflanzt

Der gewählte Obstbaum braucht einen sonnigen Standort und einen lockeren, humusreichen Boden. Vor dem Einpflanzen die Spitzen der Hauptwurzeln sauber abschneiden. Anschließend wird das Pflanzloch ausgehoben, das breiter als der Pflanzballen sein sollte.

Den Boden des Pflanzlochs noch etwas auflockern. Den Baum gerade einsetzen, möglichst senkrecht ausrichten, die Aushuberde – bei Bedarf mit etwas Kompost vermischt – einfüllen und gut antreten. Anschließend kräftig angießen. Ein flacher Erdwall rund um den Stamm (etwa 5 Zentimeter hoch) hält das Wasser im Wurzelbereich.

Wichtig: Mit dem Baum kommt auch ein Pfahl in die Erde, an dem das Gehölz zum Schutz vor Windschäden mit einem Strick festgebunden wird. Der Pfahl sollte 10 bis 15 Zentimeter Abstand zum Stamm haben und nach Westen ausgerichtet sein.

Der Landesverband Schleswig-Holstein des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt außerdem, einen Pflanzkorb aus Kaninchendraht mit ins Pflanzloch zu setzen, um die Wurzeln vor Wühlmäusen zu schützen.

© dpa-infocom, dpa:260326-930-872702/1


Von dpa
north