Parking Day in Neuendettelsau: Fahrradstreifen bekommen gute Noten | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.09.2026 17:46

Parking Day in Neuendettelsau: Fahrradstreifen bekommen gute Noten

Plaudern statt parken: Kfz-Stellplätze wurden in temporäre Sitzplätze verwandelt am Parking Day in Neuendettelsau. (Foto: Jürgen Frercks)
Plaudern statt parken: Kfz-Stellplätze wurden in temporäre Sitzplätze verwandelt am Parking Day in Neuendettelsau. (Foto: Jürgen Frercks)
Plaudern statt parken: Kfz-Stellplätze wurden in temporäre Sitzplätze verwandelt am Parking Day in Neuendettelsau. (Foto: Jürgen Frercks)

Unter dem Motto „Nicht das Auto, sondern der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen“ haben sich das Aktionsbündnis Verkehrswende Neuendettelsau und der Bund Naturschutz heuer einmal mehr am weltweiten Parking Day beteiligt.

Statt parkender Autos standen auf den Parkflächen bunt bepflanzte Blumenkübel, und auf einem grünen Teppich standen Tisch und Stühle. Kinder hatten die Möglichkeit, die tristen Parkflächen farbig zu gestalten. „Wir wollen am Parking Day Parkplätze kreativ zu einem attraktiven Aufenthaltsort umgestalten, der Jung und Alt zum Verweilen einlädt”, wird Jürgen Frercks vom Aktionsbündnis Verkehrswende Neuendettelsau in einer Pressemitteilung zitiert.

Ortszentren brauchen mehr als Stellflächen

Denn lebenswerte Ortszentren brauchen mehr als Stellflächen: Sie brauchen Raum zum Begegnen, Verweilen und Durchatmen, so die Organisatoren. Passantinnen und Passanten nutzten die Möglichkeit, eine Pause einzulegen oder bei einer Tasse Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Bund Naturschutz verteilte saftige Birnen aus dem Garten.

Angesprochen auf die Erfahrungen mit den neuen Fahrradstreifen bewertete eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die neuen Zonen auf der Straße positiv. „Man musste sich erst daran gewöhnen. Man fühlt sich als Radler sicherer und sollte die Markierungen beibehalten“, lautete häufig die Antwort, heißt es in der Mitteilung.

Handlungsbedarf bei den Straßenbäumen

Eine Bürgerin wies auf die Verkehrsgefahren vor der Schule in der Friedrich-Bauer-Straße durch die Eltern-Taxis hin und auf das Nichteinhalten der Rechts-vor-Links-Regelung in Tempo-30-Zonen. Hier sollten baldmöglichst Verbesserungen geschaffen werden. Ein weiteres Thema, das angesprochen wurde, waren sichtbare Folgen des Klimawandels. So zeigten sich Bürger erschrocken über den schlechten Zustand zahlreicher Straßenbäume in der Hauptstraße.

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Charlie Busch vom örtlichen Bund Naturschutz sieht hier großen Handlungsbedarf und wies darauf hin, dass „gerade angesichts zunehmender sommerlicher Hitze auch der Hitzeschutz eine wichtige Rolle spielt“. Mehr Bäume, Schatten und eine durchdachte Gestaltung öffentlicher Räume könnten dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität im Ort nachhaltig zu verbessern. Eine Entsiegelung könnte ein Aufheizen des Bodens gegenüber Asphaltflächen stark verringern, und Regen würde direkt vor Ort das Grundwasser auffüllen.

„Der Parking Day hat wieder gezeigt, wie wichtig niedrigschwellige Kommunikationsräume im Straßenraum sind”, lautet das Fazit der Veranstaltenden.


Wolfgang Grebenhof
Wolfgang Grebenhof
Redakteur in der Lokalredaktion Ansbach seit 1992. Schwerpunktmäßig zuständig für den Raum Leutershausen. Heimatverbunden und weltoffen, regional verwurzelt und global neugierig.
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