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Veröffentlicht am 14.03.2024 08:12

Patrick Haßler aus Lehrberg ist als Straßenbauer spitze

Mit den eigenen Händen Dinge schaffen und erschaffen – das machen zahlreiche Handwerkerinnen und Handwerker jeden Tag. In einer Serie stellt die FLZ erfolgreiche Nachwuchstalente aus Westmittelfranken und ihre Berufe vor. Diesmal geht es um den Straßenbauer Patrick Haßler.

Zuerst hat er eine andere Ausbildung gemacht, dann ist er doch in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters getreten – und das erfolgreich: Patrick Haßler ist Straßenbauer und wurde in seinem Handwerk Kammersieger und zweiter Landessieger. Der 26-Jährige arbeitet bei FNB Pflaster- und Gartenbau in Lehrberg und übt seinen Beruf leidenschaftlich gern aus.

Aufgaben sind vielseitig und machen Spaß

Die täglichen Aufgaben von Patrick Haßler sind vielseitig und machen ihm Spaß, sagt er. Dazu gehören zum Beispiel Randeinfassungen, Trockenmauern, Dachentwässerung, aber natürlich auch das Pflastern. Die Aufträge sind ganz unterschiedlich – von staatlichen bis privaten Bauherren. Oft wird beispielsweise auf Baustellen an Kindergärten gearbeitet, erzählt er im Gespräch.

„In dem Beruf gibt es eigentlich nichts, was mir keinen Spaß macht, deshalb habe ich ihn ja auch gewählt“, sagt Haßler. „Doch, Mauern“, fügt sein Kollege aus dem Hintergrund lachend hinzu. Manchmal macht eine Aufgabe eben an einem Tag Spaß und am nächsten Tag klappt sie nicht mehr so gut, gibt Patrick Haßler dann mit einem Grinsen zu.

Auch seine erste Ausbildung als Metallbauer hat Haßler Freude gebracht. Aber eigentlich schlug das Herz doch immer für den Straßenbau. „Mein Papa und mein Opa waren schon immer Straßenbauer und ich wollte es eigentlich auch immer machen“, aber sie haben Patrick Haßler vor der großen Belastung im Beruf gewarnt und ihm abgeraten. „Für mich ist es aber kein Beruf, sondern eine Berufung. Ich mach das mit Leidenschaft und deshalb dachte ich mir damals: Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Haßler wurde automatisch Kammersieger in Mittelfranken

Also fing er die Ausbildung zum Straßenbauer an – und beendete sie nach zwei Jahren mit Bravour: Durch seine Noten war er automatisch Kammersieger der Handwerkskammer Mittelfranken. Bei einem Wettbewerb auf Landesebene in Würzburg bewies er sich dann mit seinem Werkstück außerdem noch als zweiter Landessieger.

„Mir war damals klar: Wenn ich die Ausbildung jetzt anfange, will ich die mit einem gewissen Abschluss schaffen“, sagt Patrick Haßler. Außerdem war er mit einem Kollegen in der Berufsschule. Die Beiden stichelten sich gegenseitig immer wieder hoch und motivierten sich so zu guten Noten, erzählt der 26-Jährige.

Wenn er jetzt noch einmal die Wahl hätte, würde Patrick Haßler von Anfang an, also „mit 15 Jahren“ die Ausbildung zum Straßenbauer anfangen, sagt er. „Es war definitiv die richtige Entscheidung.“

Dass es ein Beruf im Handwerk wird, war außerdem immer klar: „Ich bin absolut nicht der Theoretiker. Ich muss was mit meinen Fingern arbeiten und nicht am Schreibtisch hocken. Und abends will ich mein Tageswerk sehen.“

Man braucht Talent für den Beruf

Talent für den Beruf als Straßenbauer braucht es seiner Meinung nach mit Sicherheit. „Man braucht ein Gefühl und Auge für die Steine. Es soll am Ende ja gut aussehen“, findet er. Und: „Der Beruf ist ein Knochenjob.“ Das ständige Arbeiten im Freien sehen viele als Nachteil, er sieht es jedoch als Freiheit, in der Natur arbeiten zu können.

Und auch für die Zukunft hat Patrick Haßler bereits Pläne: Der Meister ist fest geplant. Den wird er voraussichtlich im Jahr 2025 machen. „Und dann lass ich mich überraschen, was kommt. Ich plane das nicht so gerne im Voraus.“

Patrick Haßler liebt seinen Beruf als Straßenbauer und wurde Kammersieger sowie zweiter Landessieger in seinem Handwerk. Hier ist er auf einer privaten Baustelle in Neuses bei Ansbach zu sehen. (Foto: Anna Beigel)
Patrick Haßler liebt seinen Beruf als Straßenbauer und wurde Kammersieger sowie zweiter Landessieger in seinem Handwerk. Hier ist er auf einer privaten Baustelle in Neuses bei Ansbach zu sehen. (Foto: Anna Beigel)
Patrick Haßler liebt seinen Beruf als Straßenbauer und wurde Kammersieger sowie zweiter Landessieger in seinem Handwerk. Hier ist er auf einer privaten Baustelle in Neuses bei Ansbach zu sehen. (Foto: Anna Beigel)

Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin für Westmittelfranken und Landkreis Ansbach
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