Physik im Fußball: Zwölfjährige aus Oberdachstetten gewinnt bei „Jugend forscht” | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.04.2026 07:00

Physik im Fußball: Zwölfjährige aus Oberdachstetten gewinnt bei „Jugend forscht”

Die Zwölfjährige kickt beim Mädels-Nachwuchs des TSV Brodswinden und in ihrem Heimatverein FC Oberdachstetten bei den Jungs.  (Foto: Constantin Prosch)
Die Zwölfjährige kickt beim Mädels-Nachwuchs des TSV Brodswinden und in ihrem Heimatverein FC Oberdachstetten bei den Jungs. (Foto: Constantin Prosch)
Die Zwölfjährige kickt beim Mädels-Nachwuchs des TSV Brodswinden und in ihrem Heimatverein FC Oberdachstetten bei den Jungs. (Foto: Constantin Prosch)

Kann man Fußball physikalisch erklären? Die Schülerin Laura Hoffmann aus Oberdachstetten hat einen Ansatz probiert und über 50 ihrer eigenen Schüsse untersucht. Damit gewann die leidenschaftliche Fußballerin den Regionalwettbewerb bei „Jugend forscht”.

Der Sieg auf Regionalebene ist fast schon Routine für die Zwölfjährige. Letztes Jahr hatte sie sich erfolgreich die Frage gestellt, ob Pflanzen besser wachsen, wenn man mit ihnen spricht. Die diesjährige Auszeichnung ist bereits ihre dritte bei der Junior-Sparte von „Jugend forscht”. An ihr können alle Wissenschafts-Begeisterten bis 14 Jahre teilnehmen.

In diesem Jahr machte Hoffmann ihr Hobby zum Thema ihrer Forschung. Sofern es die Zeit zulässt, kickt sie beim Mädels-Nachwuchs des TSV Brodswinden und in ihrem Heimatverein FC Oberdachstetten bei den Jungs. Das klappt nicht immer, weil sie seit diesem Schuljahr auf das Internat am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Windsbach geht. Daher spielt Hoffmann zusätzlich in der Fußballmannschaft der Schule.

Erste Schwierigkeiten beim Experiment

Nun wollte sie wissen, ob die Lautstärke beim Abschuss eines Fußballs eine Auswirkung auf die Geschwindigkeit hat. Eine spannende Frage, befanden ihre Eltern, die zunächst keine Antwort darauf gehabt hätten. Die Zwölfjährige meldete im November ihr Thema bei „Jugend forscht” an und stieß bald auf die ersten Schwierigkeiten. „Beim Schießen ist zum Beispiel der Ball weggerollt oder lag zu weit weg vom Mikrofon”, erinnert sich Hoffmann. Daraufhin baute sie eine „Abschussrampe” und schoss nur noch kontrolliert mit der Fußinnenseite. Damit sollten die Parameter während des Experiments möglichst konstant bleiben.

Die Ergebnisse hätte die Schülerin in der Deutlichkeit nicht erwartet. Sie ergaben einen nahezu linearen Verlauf. „Das heißt, dass ein schnellerer Schuss tatsächlich lauter ist”, erklärt Hoffmann. Bei einem Aspekt gingen die Daten jedoch auseinander: Sie schoss mehrmals mit Fußballschuhen, aber auch mit ihren Winterstiefeln. Bei letzteren war das Verhältnis zwischen Lautstärke und Schusskraft unterschiedlich. Ihr Fazit: „Die Fußballschuhe sind effizienter und setzen mehr Energie in den Schuss um.”

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Die Laune der Jury entscheidet am Wochenende

Trotz ihrer mehrfachen Erfolge als Nachwuchs-Forscherin kann sich Hoffmann die Wissenschaft nicht als zukünftigen Job vorstellen. Einen Berufswunsch hat die Zwölfjährige noch nicht – nur mit dem Fußball muss er vereinbar sein. Das ist bereits klar.

Ebenfalls zum dritten Mal geht es für Hoffmann nun zum Landeswettbewerb bei „Jugend forscht junior”. Dieser steigt am kommenden Wochenende in Regensburg. Hier möchte sie sich zum ersten Mal durchsetzen, weiß aber auch, dass es dafür Glück braucht: „Wenn die Jury schlecht gelaunt ist, findet sie immer irgendwas, was nicht gut ist.”


Constantin Prosch
Constantin Prosch
Volontär
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