Pirat auf Kaperfahrt: „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.07.2026 12:01

Pirat auf Kaperfahrt: „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“

Alle Wetter: Als berüchtigter walisischer Pirat Edward Kenway durchkreuzt man auf der „Jackdaw“ die Karibik. (Foto: Ubisoft/dpa-tmn)
Alle Wetter: Als berüchtigter walisischer Pirat Edward Kenway durchkreuzt man auf der „Jackdaw“ die Karibik. (Foto: Ubisoft/dpa-tmn)
Alle Wetter: Als berüchtigter walisischer Pirat Edward Kenway durchkreuzt man auf der „Jackdaw“ die Karibik. (Foto: Ubisoft/dpa-tmn)

Wir befinden uns im 18. Jahrhundert und der berüchtigte walisische Pirat Edward Kenway durchkreuzt die Meere. Es dürstet ihn nach Abenteuern und Reichtümern. Aber halt: Gab es das 2013 nicht schon einmal? Ganz recht: „Assassin's Creed Black Flag Resynced“ ist eine Wiederauflage und tatsächlich erzählt Ubisoft dieselbe Geschichte wie damals: Edwards Werdegang.

Für alle, die damit nicht vertraut sind: Das Schicksal steuert Edwards Schiff mitten hinein in einen Konflikt zwischen den Assassinen, die für Frieden durch Freiheit kämpfen, und den Templern, die Frieden durch Kontrolle anstreben. 

Edward Kenway spielt Duncan Walpole: So weit, so bekannt

Nachdem er den abtrünnigen Assassinen Duncan Walpole im Kampf auf einer Insel getötet hat, gibt sich Edward als Duncan aus. Denn der Pirat hofft, eine geheimnisvolle Belohnung einstreichen zu können.

Diese wurde Duncan in einem Brief des spanischen Gouverneurs versprochen, den der Tote bei sich trug. Also macht sich Edward als Duncan auf den Weg nach Havanna.

Es gibt neue historische Figuren - und neue Handlungsstränge

Aber keine Sorge: „Black Flag Resynced“ ist nicht bloß eine Nacherzählung der alten Geschichte. Neue, historische Figuren wie der Marineoffizier und Piratenjäger Robert Maynard kommen hinzu. Ebenso neue Handlungsstränge für alte Bekannte wie den britischen Piraten Blackbeard oder den Händler Stede Bonnet.

Diese sind aber kein Fremdkörper im Game, sondern knüpfen nahtlos an den Konflikt zwischen Templern und Assassinen an und fügen sich in die aktuelle „Assasin's Creed“-Storyline ein. Wer das „Black Flag“-Original liebt, darf sich auf noch unbekannte Antworten freuen, während Neueinsteigern die nahtlosen Story-Übergänge (nicht) auffallen werden.

Endlich geschmeidig und quirlig - das ist der „Resynced“-Effekt

Richtig los geht's dann in der Hitze Havannas, wo das Parcours-System im Mittelpunkt steht, angetrieben von Ubisofts Anvil-Engine. Die konnte schon zuvor in „Assassin's Creed Shadows“ flüssig und flott glänzen. Die geschmeidigen Bewegungen von Edward & Co vermitteln genau jenes Gefühl von Freiheit, das das „Black Flag“-Original anstrebte, aber 2013 noch technischen Grenzen gescheitert war.

Genau darauf spielt der Zusatz „Resynced“ an, was so viel wie neu synchronisiert bedeutet. Das Ergebnis: Flüssige Bewegungen und Kämpfe sowie quirlige Schauplätze: Havanna, Nassau oder auch Kingston sind im Remake keine bloße Kulisse mehr, sondern tolle Action-Spielplätze.

Die offene Welt der Karibik-Karte fasziniert noch immer

Aber das Game bietet mehr als nur Schleicherei über Dächern und Meuchelei darunter. Das Original wurde von Spielern für seine offene Welt gefeiert, in der Piraten mit Edwards Schiff, der „Jackdaw“ frei umher segeln konnten.

Die Karibik-Karte, die zweitgrößte der Seriengeschichte, ist ein Erlebnis, bei dem gefühlt jede Welle Unheil bringen kann. Taifune ziehen jetzt mitten im Gefecht auf und verwandeln das Plündern von Schiffen in einen Kampf gegen Feinde und Wetter zugleich.

Nach Beute tauchen, Wale jagen - auch das gehört zum Piratenleben

Enterkämpfe gehen nahtlos vom Kanonenfeuer in den Säbelkampf über, und auch hier ohne die Laderuckler der 2013er-Version. Dazu locken die verstreuten Wracks auf dem Meeresgrund noch immer alle an, die mutig genug sind, nach Beute zu tauchen.

Auch die Jagd fehlt nicht: Mit dem Ruderboot geht es hinaus zum Harpunieren: Bullenhaie, Hammerhaie oder Buckelwale, die dicht am Schiff toben, sind die Beute. Während das Jagen beim Original mit sperrigen Menüs eine echte Bewährungsprobe spielerischen Könnens darstellte, gehorcht die Jagd im Remake deutlich vereinfachten Abläufen.

Fazit: Schwarze Flagge hissen und wieder voll eintauchen

„Black Flag“ ist eine besonders beliebte „Assassin's Creed“-Geschichte, wenn nicht sogar die beliebteste. Zahllose Gamer halten ihr schon mehr als ein Jahrzehnt lang die Treue. „Black Flag Resynced“ liefert jetzt quasi das Upgrade, das seinerzeit schon das Original verdient hätte, dem aber die technischen Grenzen seiner Zeit im Weg standen.

Das Wirbeln der Zwillingssäbel, das sorglose Freibeuterleben und vor allem eine gut erzählte und spannende Geschichte: All das geht mit diesem würdigen Remake erneut vor Anker. Rund 6 Stunden neue Inhalte sind mit an Bord des Games, und bis die letzte Beute gemacht ist, vergehen gut 50 Stunden muntere Plünderei.

„Assassin's Creed Black Flag Resynced“ erscheint am 9. Juli für Playstation 5, Xbox Series X/S sowie PC und kostet rund 60 Euro. Die USK-Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.

© dpa-infocom, dpa:260708-930-352257/1


Von dpa
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