Rente fair teilen: Wie das Splitting für Paare funktioniert | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 06.05.2026 08:02

Rente fair teilen: Wie das Splitting für Paare funktioniert

Rentensplitting heißt: faire Aufteilung – ist aber auch verbindlich. Die Deutsche Rentenversicherung berät kostenlos, weil die Rechnung bei jedem Paar anders ausfällt. (Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn)
Rentensplitting heißt: faire Aufteilung – ist aber auch verbindlich. Die Deutsche Rentenversicherung berät kostenlos, weil die Rechnung bei jedem Paar anders ausfällt. (Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn)
Rentensplitting heißt: faire Aufteilung – ist aber auch verbindlich. Die Deutsche Rentenversicherung berät kostenlos, weil die Rechnung bei jedem Paar anders ausfällt. (Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn)

Rentenansprüche fair verteilen: Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn jemand in einer Partnerschaft wegen der Kinder beruflich kürzergetreten ist. Beim Rentensplitting gibt die Person mit den höheren Ansprüchen auf gesetzliche Rente einen Teil ihrer Anwartschaft an den oder die andere ab. Auf diese Möglichkeit weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Auch eingetragene Lebenspartner können das nutzen.

Das sind die Voraussetzungen:

  • Die Ehe wurde nach dem 31. Dezember 2001 geschlossen. Bestand sie schon früher, müssen beide Ehepartner nach dem 1. Januar 1962 geboren worden sein. 
  • Beide Partner müssen 25 Jahre rentenrechtliche Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung haben.
  • Eine Erklärung beim zuständigen Rentenversicherungsträger. Die in der Regel gemeinsame Erklärung kann frühestens sechs Monate, bevor die jüngere Person die Regelaltersgrenze erreicht, abgegeben werden. Nach dem Tod eines Partners oder der Partnerin kann auch nur der oder die Hinterbliebene entscheiden.

Was sind die Vor- und Nachteile?

Die Rentenansprüche aus der Zeit der Ehe kommen in einen Topf und werden gleichmäßig aufgeteilt. Grundsätzlich also eine faire Lösung. Vorteil: Bei der erhöhten Rentenzahlung bleibt es auch dann, wenn der oder die andere stirbt. Selbst wenn man dann noch einmal neu heiratet, wird die Rente weiter gezahlt. Das ist anders als bei der Hinterbliebenenrente. Diese schließt sich übrigens mit dem Rentensplitting aus.

Eben darin kann ein Nachteil liegen: Es geht nur das eine oder das andere, und hat man sich einmal für das Rentensplitting entschieden, ist das verbindlich. Für das Splitting entscheiden kann man sich allerdings auch noch, wenn man bereits eine Witwen- oder Witwerrente erhält. Nur rückgängig ist es nicht mehr zu machen.

Vorher alles durchrechnen

Weil die finanziellen Auswirkungen individuell sehr unterschiedlich sein können, sollte man sich vor so einer Entscheidung gut beraten und berechnen lassen, was im konkreten Fall besser ist. Lohnen kann sich das Rentensplitting etwa dann, wenn man schon eine eigene Rente bezieht und das Einkommen so hoch ist, dass eine Witwen- oder Witwerrente gar nicht ausgezahlt würde. 

Die Deutsche Rentenversicherung berät dazu kostenfrei. Die wichtigsten Informationen finden Interessierte außerdem in den DRV-Broschüren „Rentensplitting – partnerschaftlich teilen“ und „Hinterbliebenenrente: Hilfe in schweren Zeiten“, herunterzuladen auf „Deutsche-Rentenversicherung.de“.

© dpa-infocom, dpa:260506-930-40266/1


Von dpa
north