Die Rohstoffkosten für die bayerische Wirtschaft steigen. Der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erhobene Rohstoffpreisindex ohne Energie hat zum ersten Mal die Marke von 200 durchbrochen und übertrifft damit seinen bisherigen Rekord von 196,3 aus dem März 2022, wie die vbw mitteilt. Basis des Index sind die Weltmarktpreise für mehr als 40 wichtige Rohstoffe, gewichtet danach, wie viel von ihnen nach Bayern importiert wird. Der Rohstoffpreisindex mit Energie stieg ebenfalls stark, liegt derzeit aber noch unter seinen Rekorden aus 2022.
„Die Dynamik der vergangenen Monate setzt sich fort und verschärft die ohnehin angespannte Lage für die Unternehmen im Freistaat weiter“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Auf Jahressicht haben sich die Rohstoffe damit um mehr als ein Drittel verteuert. Zu den Treibern der Entwicklung gehört unter anderem Aluminium, das sich um mehr als die Hälfte verteuerte. Wolfram legte noch deutlich stärker zu: Ein Preisanstieg um 643 Prozent bedeutet mehr als eine Versiebenfachung. Auch Kupfer, Zinn, Gold, Silber oder Platin waren zuletzt deutlich teurer als vor einem Jahr, auch wenn sich Gold, Silber und Platin zuletzt wieder etwas verbilligt haben.
„Das knappe Angebot trifft auf eine stark wachsende Nachfrage aus der Technologie- und Rüstungsindustrie“, erklärt Brossardt den starken Anstieg bei Wolfram. Es werde unter anderem bei der Herstellung von KI-Chips und modernen Waffen eingesetzt.
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