Rothenburger Mittelschüler pflanzen Winterlinde und Faulbaum | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.04.2026 19:00

Rothenburger Mittelschüler pflanzen Winterlinde und Faulbaum

Nach dem Pflanzen wurden die Holzpfähle zum Befestigen der Bäumchen eingeschlagen, (Foto: Walter Würfel)
Nach dem Pflanzen wurden die Holzpfähle zum Befestigen der Bäumchen eingeschlagen, (Foto: Walter Würfel)
Nach dem Pflanzen wurden die Holzpfähle zum Befestigen der Bäumchen eingeschlagen, (Foto: Walter Würfel)

Zu einer Pflanzaktion trafen sich 26 Akteure am Tauber-Ufer zwischen Gebsattel und Bockenfeld. Ziel war es, auf einer Fläche des Wasserwirtschaftsamtes den dort fehlenden Uferbewuchs zu ergänzen.

Mit dabei waren laut einer Pressemitteilung der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe 16 Schüler und Schülerinnen der Valentin-Ickelsamer-Mittelschule nebst Klassenlehrerin Manuela Keith und Betreuerinnen, drei Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts (WWA) Ansbach und Aktive der Ortsgruppe des Bund Naturschutz.

Benedikt Schmid, Sachgebietsleiter beim WWA für Gewässerentwicklung, führte die Anwesenden in die Notwendigkeit der Pflanzaktion ein. Durch Pilzkrankheiten sterben in den vergangenen Jahren verstärkt Eschen und Erlen an Gewässern, teils in großer Zahl. Auch der Aktivität der Biber fällt so mancher Baum zum Opfer.

Die Gewässer dürfen nicht zu warm werden

Ein möglichst geschlossener Uferbewuchs mit Bäumen und Sträuchern ist jedoch laut Schmid notwendig. Der Schatten der Ufergehölze wirke sich unmittelbar auf die Gewässertemperatur aus. Werden die Gewässer zu warm, hat dies Auswirkungen auf die Ökologie. Die an spezielle Lebensräume angepassten Pflanzen und Tiere können durch die Erwärmung ihren angestammten Lebensraum verlieren.

Der Gehölzsaum wirkt auch als Schutz und Puffer zur angrenzenden landwirtschaftlichen Flächennutzung, erläuterte Schmid. Je breiter und vielfältiger der Gehölzsaum, umso besser für das Gewässer und die Artenvielfalt.

Über 70 wurzelnackte Bäumchen und Sträucher wie die Winterlinde, Feldahorn, Faulbaum, Vogelbeere oder Hartriegel wurden von den Jugendlichen nach dem Ausheben der Pflanzlöcher und dem Einkürzen der Wurzeln in die Erde gepflanzt. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Wurzeln gut von krümeligem Erdreich umschlossen waren und Wurzelschluss durch Festdrücken der Erde hergestellt war

Stecklinge aus Aststücken geschnitten

Gisbert Leis von der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) hatte zusätzlich noch einige Aststücke der Sal-Weide mitgebracht. Aus ihnen wurden Stecklinge geschnitten und von den Akteuren in die Erde gesetzt. Sal-Weiden sind nach Angaben des BN wegen ihres Pollens eine ganz besonders wichtige Futterquelle im zeitigen Frühjahr für Bienen und andere Insekten.

Nach der Pflanzung wurden die Bäumchen und Stecklinge noch ausreichend angegossen, an Holzpfählen fixiert und mit einem Verbissschutz, einer sogenannten „Drahthose”, geschützt. Ein Vesper für alle fleißigen Helfer spendierte der BN. Erika Kemmether und Marion Ehrlinger hatten belegte Brötchen und Butterbrezen vorbereitet.

Während der Vesperpause informierten Benedikt Schmid und sein Kollege über die vielfältigen Aufgabengebiete des WWA. Das Thema Ausbildungsberufe beim WWA und „Wie viel verdient man denn da?”, war hier für die Schüler und Schülerinnen ein interessantes Thema.

Aktion soll erneut stattfinden

Gegen Mittag beendete der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe, Walter Würfel, die konzertierte Aktion. Würfel bedankte sich bei allen Helfern, speziell bei den Profis vom WWA und der Klassenlehrerin Manuela Keith für die tolle Zusammenarbeit mit ihr, den Klassbetreuerinnen und ihrer Klasse GT 7.

Wie er ausführte, war es schon die vierte gemeinsame Aktion zwischen der GT 7 und der Ortsgruppe des BN. Er überreichte ihr zwei Vogel-Nisthilfen mit dem Wunsch, dass die Schüler diese auf dem Schulgelände aufhängen und bei Besatz gut betreuen mögen. Darüber, dass man die Aktion im nächsten Jahr an anderer Stelle am Tauberufer wiederholen wolle, waren sich alle einig.


Von gk
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