Über den aktuellen Sachstand zur Generalsanierung der Grundschule in Wittelshofen hat Architekt Frank Fürhäußer in der Sitzung des Gemeinderats informiert: Die Kita-Gruppen und die Ganztagsbetreuung sollen im Erdgeschoss unterkommen. Der Grundschulunterricht erfolgt im Obergeschoss.
Gegenüber der ursprünglichen Planung würden nur geringfügige Änderungen im Erdgeschoss vorgenommen, hieß es. Es sei ein zweigeschossiger Zwischenbau geplant. Der Flächenbedarf für alle Räumlichkeiten wurde mit der Regierung von Mittelfranken als Förderstelle abgestimmt. Fast alle Flächen könnten gefördert werden.
Wie Fürhäuße weiter mitteilte, seien bei den Außenanlagen Klettergeräte, ein überdachter Sandkasten, Rutschen von einem Hügel herunter und eine Schaukel vorgesehen. Die Gestaltung der Fassaden soll möglichst erhalten bleiben, auf der Südseite soll ein textiler Sonnenschutz angebracht werden. Bei allen Fenstern soll ein Öffnen möglich sein, damit die Fensterreinigung auch von innen vorgenommen werden kann. Ein zweiter Rettungsweg mit einer Fluchttreppe ist an der Westseite des Gebäudes vorgesehen, die Bestandstreppe soll hingegen entfernt werden.
Im Kita-Bereich im Erdgeschoss sollen für eine bessere Helligkeit Lichtkuppeln eingebaut werden. Während der Baumaßnahme wird der Schulbetrieb in Container ausgelagert. Hierfür seien jedoch Extrakosten in Höhe von rund 300.000 Euro einzuplanen.
Vorgesehen ist laut Fürhäußer ein guter Energiestandard. Im Erdgeschoss soll eine Fußbodenheizung eingebaut und das gesamte Gebäude mit einer Lüftungsanlage ausgestattet werden. Den Vorschriften entsprechend, muss ein Drittel der Dachfläche eine Photovoltaikanlage erhalten. Auch der Einbau einer gewerblichen Küche ist aufgrund der Größe vorgeschrieben.
Die notwendige Fußbodenheizung, die gewerbliche Küche, der Abbruch im Zwischenbau und die erforderliche Baugrunduntersuchung seien natürlich Zusatzkosten, die bisher noch nicht eingeplant gewesen seien. Der Architekt will die detaillierten Kosten in den nächsten Wochen zusammenstellen. Mit Schule, Kita und der Ganztagsbetreuung gebe es drei Kostenträger. Es sei daher mit unterschiedlichen Förderungen in einer Größenordnung von 50 bis 60 Prozent zu rechnen.
Eine externe Brandmeldeanlage sei nicht notwendig, weil eine interne Hausanlage ausreichend und damit kostensparender sei. Auch der Bauzustand sei allgemein gut, es seien auch keine größeren Schadstoffe festgestellt worden. Die gesamte Planung wird mit den Lehrern, dem Kita-Personal und der Gemeinde abgestimmt.
Im Frühjahr soll die endgültige Planung vorgestellt und die Förderantrage gestellt werden. Der Maßnahmenbeginn ist für Sommer 2026 vorgesehen. Die Arbeiten sollen zirka eineinhalb Jahre dauern. Der Architekt zeigte sich abschließend zuversichtlich, dass der vorgesehene Kostenrahmen durch die hohen Fördermöglichkeiten eingehalten und die Maßnahme zügig in den vorgesehenen Zeiträumen umgesetzt werden kann. Auch die Kombination von Grundschule und Kita in einem Gebäudekomplex sah Fürhäußer als positiv an, weil ein nahtloser Übergang von Kita in die Grundschule gewährleistet sei.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wollte der Gemeinderat auf Basis der vorliegenden Entscheidungsgrundlage einem Beitritt zum Betriebszweckverband zur Abwasserbeseitigung Rothach-Wörnitz nach ausgiebiger Diskussion derzeit noch nicht zustimmen, zumal auch einige Nachbargemeinden aktuell von einem Beitritt absehen.