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Veröffentlicht am 08.01.2026 11:26

Schafe im Supermarkt werden zu Marketing-Hit

Rund 50 Schafe statteten einem Supermarkt einen Besuch ab - der macht daraus Werbung. (Handout) (Foto: -/REWE Group/dpa)
Rund 50 Schafe statteten einem Supermarkt einen Besuch ab - der macht daraus Werbung. (Handout) (Foto: -/REWE Group/dpa)
Rund 50 Schafe statteten einem Supermarkt einen Besuch ab - der macht daraus Werbung. (Handout) (Foto: -/REWE Group/dpa)

Der Besuch von rund 50 Schafen in einem Penny-Markt im unterfränkischen Burgsinn könnte sich als Glücksfall für die Marke erweisen. In sozialen Medien hat der Discounter mit Schaf-Content bereits Zehntausende Likes eingesammelt. Auf Instagram ziert inzwischen ein Schaf das Logo des Auftritts, flankiert von „Määäh”-Wortspielen. 

In der „Augsburger Allgemeinen“ berichtet der Leiter der betroffenen Filiale, Jürgen Kippes, vom tierischen Besuch. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, erzählt er der Zeitung. „Ich habe gedacht, wir sind bei „Versteckte Kamera”“. 

Der Schaden jedenfalls sei minimal gewesen, zwar hätten die Tiere im vorderen Bereich des Ladens „eine ordentliche Sauerei“ angerichtet, seien aber dort geblieben. „Wären sie rechts zum Obst und Gemüse gelaufen – um Gottes willen – da hättest du sie gar nicht mehr rausgekriegt“, zitiert die Zeitung Kippes. 

Erst ein lauter Schlag auf die Kasse half

Auch so sei es aber nicht leicht gewesen, die Schafe nach draußen zu bekommen: „Wir haben versucht, sie rauszuschieben, aber das ging nicht.“ Erst als eine Mitarbeiterin laut auf die Kasse geklatscht habe, hätten sich die Tiere erschreckt und seien durch die Schiebetür zurück auf den Parkplatz gesprungen.

Dann hätten alle Mitarbeiterinnen einen Besen in die Hand bekommen und Kippes habe mit der Reinigungsmaschine den strengen „Stallgeruch“ entfernt, heißt es in der Zeitung. Geschlossen wurde der Laden nicht. An Dreikönig habe dann noch eine externe Firma eine professionelle Grundreinigung durchgeführt. Den Schaden habe der Schäfer begleichen wollen, der Supermarkt stellte allerdings keine Forderung. Der positive Werbeeffekt könnte ohnehin deutlich größer sein. 

Dazu, wie die Schafe in den Supermarkt kamen, äußerte sich Schäfer Dieter Michler im Bayerischen Rundfunk. Die Tiere hätten sich wohl von Eicheln am Boden ablenken lassen und hätten so den Kontakt zur restlichen Herde verloren. Dann werde „wohl jemand mit einer Tasche in den Supermarkt gelaufen sein und dann sind sie hinterher“, vermutet er. Die Tiere hätten sie vielleicht für einen Kraftfuttereimer oder einem Salzsack gehalten.

© dpa-infocom, dpa:260108-930-513842/1


Von dpa
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