Auch im Winter sollten die Fenster regelmäßig zum Lüften geöffnet werden. Denn bleibt die Feuchtigkeit von Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und Co in der Wohnung, kann sie sich an Fenstern und Wänden niederschlagen und Schimmel begünstigen.
Aber auch ohne Schimmel kann das Raumklima ungünstig werden, denn wir geben beim Atmen Kohlendioxid (CO₂) ab. Ein abgestandener Geruch in den Wohnräumen bedeute oft eine Kombination aus zu hoher Kohlendioxid-Konzentration, menschlichen Ausdünstungen sowie Schadstoffen und Gerüchen aus Möbeln und Baumaterialien, erklären die Verbraucherzentralen. Die so belastete Raumluft kann Müdigkeit und Konzentrationsprobleme verursachen.
Also besser mehrmals am Tag und nach Bedarf lüften - besonders direkt nach dem Duschen oder Kochen, rät der Verband Fenster + Fassade (VFF). Dafür sollten die Fenster ganz geöffnet werden. Stoßlüften tauscht die Luft schneller aus als dauerhaft gekippte Fenster und kostet weniger Heizenergie. Sind gegenüberliegende Fenster vorhanden, sorgt gleichzeitiges Öffnen für besonders schnellen Luftaustausch.
Wie lange gelüftet werden sollte, hängt von der Außentemperatur ab: Bei Frost genügen etwa fünf Minuten, bei null bis zehn Grad rund zehn Minuten. Bei milderem Wetter kann das Fenster auch mal eine Viertelstunde offenstehen. Während des Lüftens sollten die Heizkörper heruntergeregelt und danach wieder wie gewohnt eingestellt werden. Auch bei Regen lohnt sich Lüften: Kalte Außenluft kann beim Erwärmen in der Wohnung zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen.
Die relative Luftfeuchtigkeit sollte möglichst nicht dauerhaft über 65 bis 70 Prozent liegen; in Ordnung sind den Verbraucherzentralen zufolge Werte von 40 bis 60 Prozent bei Raumtemperaturen von etwa 18 bis 22 Grad Celsius.
Ein Hygrometer hilft bei der Kontrolle der Luftfeuchtigkeit. Bleibt Schimmel trotz regelmäßigen Lüftens ein Problem, sollte die Ursache geprüft werden. Denn Lüften könne Baumängel nicht ausgleichen, erklärt der VFF.
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