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Veröffentlicht am 05.05.2026 19:43

Scholz appelliert an Verantwortung der Parteien

In der SPD-Fraktion meldete sich der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz zum Jahrestag der Koalition zu Wort.  (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
In der SPD-Fraktion meldete sich der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz zum Jahrestag der Koalition zu Wort. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
In der SPD-Fraktion meldete sich der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz zum Jahrestag der Koalition zu Wort. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz hat in seiner SPD-Fraktion an die Verantwortung der demokratischen Parteien und den Zusammenhalt der Koalition appelliert. Er meldete sich anlässlich des am Mittwoch bevorstehenden ersten Jahrestags des schwarz-roten Bündnisses zu Wort, wie es aus Teilnehmerkreisen der Sitzung hieß. Der Schritt ist ungewöhnlich: Nach Fraktionsangaben ergreift er normalerweise in den Beratungen der Abgeordneten nicht das Wort.

Den Teilnehmerkreisen zufolge erinnerte Scholz daran, dass es nach der Wahl 2005 linke Mehrheiten im Bundestag gegeben habe. Doch die SPD habe Verantwortung gezeigt und nicht mit den Linken, anfangs PDS, regiert, weil mit ihnen „kein Staat zu machen“ gewesen sei. Ebenso sei mit der AfD heute kein Staat zu machen. Scholz nannte als Begründung etwa die Ansichten bei der Außen- und Verteidigungspolitik. Nach der Bundestagswahl 2005 hatte eine große Koalition aus Union und SPD unter Kanzlerin Angela Merkel das vorherige rot-grüne Bündnis von Gerhard Schröder abgelöst. 

Scholz: Steht viel auf dem Spiel

Auf der Tagesordnung der erweiterten Fraktionssitzung mit SPD-Ministerinnen und -Ministern stand eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot. Denn am Mittwoch vor einem Jahr löste Friedrich Merz (CDU) Scholz als Bundeskanzler ab. Scholz vertritt seither den Wahlkreis Potsdam/Potsdam Mittelmark II/Teltow-Fläming II als einfacher Abgeordneter oder hält etwa Vorträge.

Scholz stellte nach Teilnehmerangaben die Rolle der SPD heraus. Anders als andere Parteien lehne seine Partei Populismus ab. Die AfD bezeichnete der frühere Kanzler demnach als „antipluralistische Partei“. Er warnte vor einer Aufgabe der Brandmauer gegenüber der AfD ebenso wie vor einem vorzeitigen Ende der Koalition und einer Minderheitenregierung. Es stehe viel auf dem Spiel, sagte Scholz den Angaben zufolge.

© dpa-infocom, dpa:260505-930-39060/1


Von dpa
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