Schulsanierung in Rothenburg wird teurer: über 40 Millionen Euro | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.02.2024 17:01

Schulsanierung in Rothenburg wird teurer: über 40 Millionen Euro

Noch gut ein Jahr müssen sich Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gedulden: Bis zu den Osterferien 2025 soll die Valentin-Ickelsamer-Mittelschule wie geplant einzugsbereit sein. (Foto: Simone Hedler)
Noch gut ein Jahr müssen sich Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gedulden: Bis zu den Osterferien 2025 soll die Valentin-Ickelsamer-Mittelschule wie geplant einzugsbereit sein. (Foto: Simone Hedler)
Noch gut ein Jahr müssen sich Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gedulden: Bis zu den Osterferien 2025 soll die Valentin-Ickelsamer-Mittelschule wie geplant einzugsbereit sein. (Foto: Simone Hedler)

Es geht stetig voran an der Baustelle Valentin-Ickelsamer-Mittelschule. Nach aktuellem Stand kann der Einzug wie geplant in etwa einem Jahr stattfinden: in den Osterferien 2025. Die aktuelle Verzögerung von etwa vier Wochen könne aufgefangen werden.

Das sagte Dieter Seiboth vom Ingenieurbüro Pfaller in der Sitzung. Denn verzögere sich der Einzug, müssten auch die Container länger stehen bleiben. Und das steigere wiederum die Kosten.

Diese sind derzeit mit 37,82 Millionen Euro kalkuliert, es fehlen aber noch die Freianlagen, die mit rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt sind, und die Parkplätze. „Damit knacken wir vermutlich die 40 Millionen Euro, oder?“, fragte Zweiter Bürgermeister Dieter Kölle. Die Antwort von Seiboth war kurz und knapp: „Ja.“

Die Arbeiten an der Baustelle gehen voran

Er gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Sanierung. Die Arbeiten am Kanal und an den Trinkwasserleitungen werden in die Osterferien verschoben, um den Unterricht nicht zu stören. Der Einbau der neuen Fassade hingegen schreite bereits voran.

Zudem haben die Vorarbeiten für die haustechnischen Gewerke begonnen. Auch die Installation der Elektroanlage laufe bereits. Mit der Planung der Freianlagen wolle man zügig weiterkommen, um möglichst schnell die Arbeiten vergeben zu können, so Seiboth.

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Erneut musste die Versammlung über einen Nachtrag für Abbruch- und Montagearbeiten entscheiden. Nachdem zu den ursprünglichen Kosten von rund 280.000 Euro bereits zuvor knapp 94.000 Euro hinzugekommen waren, standen nun zwei weitere Nachträge zur Freigabe: Zum einen 51.000 Euro, weil unter dem Estrich unerwartete Perliteschüttungen und Bitumenlagen zu Tage traten, die entsorgt werden mussten. Trotz mehrerer Probebohrungen im Vorfeld habe man das nicht festgestellt, erklärte Projektleiterin Jutta Gibbert.

Ersatzunternehmen springt in die Bresche

Rund 13.000 Euro werden zudem fällig, weil die ursprünglich beauftragte Baufirma „trotz mehrmaliger Aufforderung“ einige Leistungen nicht ausgeführt hatte. Die musste nun ein Ersatzunternehmen übernehmen. Im Gegenzug habe man die Abschlagszahlung an die ursprüngliche Firma einbehalten, so Gibbert. „Wir sind froh, dass das Unternehmen in die Bresche springt, kommentierte Oberbürgermeister Dr. Markus Naser.

Auch den Nachtrag für die Sanierung der Stahlfassade genehmigte das Gremium. Aus Denkmalschutzgründen soll die Fassade als Primärfassade, also als innenliegende Wand, erhalten bleiben. Dafür, so stellte sich im Laufe der Arbeiten heraus, ist die Erneuerung der Pfosten und Riegel notwendig. Die Mehrkosten liegen bei rund 65.000 Euro. Stefan Wagner vom Planungsbüro Kling Consult kündigte in dem Zuge bereits an, dass demnächst ein weiterer Nachtrag in ähnlicher Höhe fällig werde.

Für das Gewerk Innentüren hatten zehn Unternehmen die Vergabeunterlagen angefordert. Nur eine Firma gab dann allerdings ein Angebot ab. Das beläuft sich auf rund 270.000 Euro. Stadtbaudirektor Michael Knappe wunderte sich über den geringen Rücklauf und wollte von Wagner wissen, ob nach Gründen gefragt wurde. „Innentüren sind ja jetzt nichts Exotisches“, da stelle er sich die Frage, ob es möglicherweise Probleme mit dem Leistungsverzeichnis gab. Nein, hier sei nicht nachgefragt worden, antwortete Wagner darauf. Das soll nachgeholt werden, forderte der OB. „Wir haben noch viele Vergaben im Rahmen der Sanierung. Nur ein Anbieter ist immer schwierig.“

Vergeben werden musste das Gewerk dennoch. Der Anbieter erhielt einstimmig den Zuschlag.

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