Unbekannte haben am Mittwoch sechs Hamster vor dem Ansbacher Tierheim ausgesetzt. Die Tiere stammen offenbar aus schlechter Haltung. Die Tierschutzorganisation Peta möchte helfen, dabei aufzuklären, wer für die Tat verantwortlich ist.
Am Mittwochmorgen gegen 6.40 Uhr sollen Unbekannte vor dem Tierheim Ansbach sechs Hamster ausgesetzt haben, das schreibt die Tierschutzorganisation Peta in einer Pressemitteilung. Eine Mitarbeiterin habe mehrere Transportboxen vor dem Tor des Tierheims entdeckt. In ihnen befanden sich die Hamster, die teilweise in einem schlechten Zustand.
Einem Tier fehlte ein Auge, andere Tiere hätten Bisswunden und kahle Hautstellen. Dies deute laut der Tierheimleitung darauf hin, dass die Vierbeiner zuvor nicht artgerecht gehalten worden seien. Um den Fall aufzuklären, setzt die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer für den derart schlechten Zustand der Hamster verantwortlich ist und sie dann einfach zurückgelassen hat“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der Zustand der Tiere zeigt deutlich, wie sehr sie unter den Haltungsbedingungen gelitten haben müssen. Hamster sind sensible Tiere, die eine ihren Bedürfnissen entsprechende Haltung und verantwortungsvolle Versorgung benötigen. Wer ihnen das nicht bieten kann, muss rechtzeitig Hilfe suchen. Die Tiere einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies könne mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Ansbach oder telefonisch unter 0711/8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym. Peta setzt nach eigenen Angaben regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.