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Veröffentlicht am 14.01.2025 16:33

„Sehr geknickt”: Wie Züchter auf die Geflügelpest im Kreis Ansbach reagieren

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest im Lehrberger Ortsteil Brünst bangen nicht nur die großen landwirtschaftlichen Erwerbsbetriebe. Auch die Geflügelzüchter im Ansbacher Landkreis sind betroffen. Wie die Lage dort ist, berichtet Hans Sichermann vom Geflügelzuchtverein Ansbach.

„Unsere Züchter sind sehr geknickt“, erzählt der stellvertretende Kreisvorsitzende auf Nachfrage der FLZ. Trotz des Krankheitsausbruchs konnte die erste Geflügelschau des Jahres in Petersaurach vom Geflügelzuchtverein Heilsbronn vor wenigen Tagen stattfinden. Jedoch unter Einschränkungen. „Alle, die in der Überwachungszone waren, durften nicht ausstellen. Keine Tiere verkaufen und keine Eier“, sagt Sichermann. Das sei besonders „problematisch, wenn man viele Hühner hat“. Als Überwachungszone gilt das Gebiet, das sich in einem Radius von zehn Kilometern um den Ortsteil Brünst befindet.

Vogelgrippe im Winter ist für Geflügelzüchter nichts Neues

Für Geflügelzüchter Sichermann ist der Ausbruch einer derartigen Krankheit in den kalten Herbst- und Wintermonaten nichts Neues. „Meistens um die Zeit bricht die Seuche aus“, erzählt er. Viele Vereine würden deshalb überlegen, ihre Ausstellungen vorzuverlegen. Doch das sei nicht so leicht.

Angst, dass alle Eier-Regale der örtlichen Supermarkte leer sind, müssen Verbraucher nicht haben. Das Veterinäramt am Landratsamt Ansbach gestattet unter bestimmten Voraussetzungen den Verkauf trotz Geflügelpest in der Region. (Foto: Luca Paul)
Angst, dass alle Eier-Regale der örtlichen Supermarkte leer sind, müssen Verbraucher nicht haben. Das Veterinäramt am Landratsamt Ansbach gestattet unter bestimmten Voraussetzungen den Verkauf trotz Geflügelpest in der Region. (Foto: Luca Paul)

Geflügelpest im Landkreis Ansbach: Was heißt das für die Eier im Supermarkt?

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10.01.2025 18:00
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„Das ist sehr entmutigend“, sagt Sichermann. Trotz Ausfallentschädigungen, die die Höfe teilweise erhalten, bleiben sie auf enormen Summen sitzen, weiß der Züchter.

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Für einige Landwirte und Züchter sei das mit ein Grund, die Anzahl des gehaltenen Geflügels auf ihrem Hof zu reduzieren. „Es sind schon welche dabei, die ans Aufhören denken. Aber es fangen auch wieder Junge an“, sagt er mit Blick auf die generelle Entwicklung. Er selbst hat mit den Jahren ebenfalls die Anzahl seiner Tiere reduziert. Derzeit hält er noch zehn Hühner und zwei Gänse.

Schutzmaßnahmen im Landkreis Ansbach noch für Wochen

Am Tag des Gesprächs mit der Redaktion hat das Veterinäramt dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden einen Besuch in Meinhardswinden abgestattet. Bei der Untersuchung im Stall habe die Veterinärin den Hühnern angesehen, dass sie gesund sind, erzählt er. Die Gänse mussten separat untersucht werden.

Soweit sich kein weiterer Fall der Geflügelpest im Landkreis Ansbach bestätigt, rechnet Sichermann damit, dass die Schutzmaßnahmen in einigen Wochen wieder aufgehoben werden.

Die in einem Betrieb im Landkreis Ansbach ausgebrochene Vogelgrippe beeinflusst auch die Geflügelzüchter in der Region. (Symbolbild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild)
Die in einem Betrieb im Landkreis Ansbach ausgebrochene Vogelgrippe beeinflusst auch die Geflügelzüchter in der Region. (Symbolbild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild)
Die in einem Betrieb im Landkreis Ansbach ausgebrochene Vogelgrippe beeinflusst auch die Geflügelzüchter in der Region. (Symbolbild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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