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Veröffentlicht am 04.07.2026 08:32, aktualisiert am 04.07.2026 13:43

Selenskyj spricht mit Merz über Flugabwehr

In Kiew hat ein russischer Raketenangriff 30 Menschen getötet. (Archivbild) (Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa)
In Kiew hat ein russischer Raketenangriff 30 Menschen getötet. (Archivbild) (Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa)
In Kiew hat ein russischer Raketenangriff 30 Menschen getötet. (Archivbild) (Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa)

Zwei Tage nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew mit 30 Toten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Bedarf der ukrainischen Flugabwehr gesprochen. „Oberste Priorität haben derzeit Raketen für die Patriot-Systeme“, schrieb Selenskyj nach dem Telefonat in sozialen Netzwerken.

Es sei bei dem Telefonat darum gegangen, wie mehr Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme beschafft werden könne. „Russland spielt mit den Raketenangriffen auf die Ukraine seine letzte Karte aus. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen“, erklärte Selenskyj.

Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Beste Abwehrwaffe sind die Patriot-Systeme aus US-Produktion, von denen die Ukraine aber nur wenige hat. Die Vorräte an Munition dafür haben sich durch den US-Krieg gegen den Iran weiter verknappt. Deutschland hat Kiew Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung von Raketen dafür.

Merz bekräftigt Unterstützung für Kiew

Von deutscher Seite hieß es zu dem Gespräch nur knapp, dass Selenskyj Merz über die Folgen des Luftangriffs vom Donnerstag informiert habe. Er habe dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung gedankt, insbesondere bei der Luftverteidigung. Merz habe bekräftigt, dass die Ukraine sich auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne, sagte ein Sprecher.

Selenskyj widersprach in dem Telefonat der Behauptung von Kremlchef Wladimir Putin, dass russische Truppen die ostukrainische Stadt Kostjantyniwka vollständig erobert hätten. Putin habe versucht, die Welt und US-Präsident Donald Trump am Vorabend der 250-Jahr-Feiern der Unabhängigkeit der USA zu belügen, erklärte der ukrainische Präsident in Kiew.

© dpa-infocom, dpa:260704-930-332286/2


Von dpa
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