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Veröffentlicht am 20.09.2024 11:00

Sie verteidigt ihr Nest: Asiatische Hornisse in Flachslanden entdeckt

In einem Smoker wurde das Nest der Asiatischen Hornissen gefunden, hier zu sehen nach der Entfernung. (Foto: Marcel Budaker)
In einem Smoker wurde das Nest der Asiatischen Hornissen gefunden, hier zu sehen nach der Entfernung. (Foto: Marcel Budaker)
In einem Smoker wurde das Nest der Asiatischen Hornissen gefunden, hier zu sehen nach der Entfernung. (Foto: Marcel Budaker)

In Flachslanden ist erstmalig Anfang September die Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Die aus Südostasien stammende Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) breitet sich in Bayern seit 2022 aus. Sie ist ein Schädling mit erheblichem Potenzial zur Schädigung von Honigbienen, anderen Insekten sowie von Obst und Weintrauben.

Die Asiatische Hornisse ist laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes für den Menschen nicht sonderlich gefährlich, verteidigt aber ihr Nest. Sie hat eine schwarze Grundfärbung und ist zweieinhalb bis drei Zentimeter groß. Weitere Kennzeichen sind eine feine gelbe Binde am ersten Hinterleibsegment, breite orangene Streifen am Hinterleib und gelbe Beinenden. Sie ist im Gegensatz zur heimischen Hornisse nicht nachtaktiv.

Die Asiatische Hornisse ist im Landkreis angekommen. Grund zur Freude ist das nicht – ein herzliches Willkommen soll tunlichst ausdrücklich vermieden werden. (Foto: Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau)
Die Asiatische Hornisse ist im Landkreis angekommen. Grund zur Freude ist das nicht – ein herzliches Willkommen soll tunlichst ausdrücklich vermieden werden. (Foto: Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau)

Neustadt: Asiatische Hornisse ist angekommen

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Nester meist freihängend in Baumkronen

Ihr Nest baut sie im Frühjahr an geschützten Stellen, später im Jahr meist freihängend in Baumkronen. Oft gibt es mehrere sogenannte Filialnester. Das im Landkreis Ansbach gefundene Nest befand sich in einem Grill (Smoker) und wurde nun durch einen Fachbetrieb beseitigt, da sich zu diesem Zeitpunkt die Königin im Regelfall im Nest befindet und die Gefahr neuer Nestbauten verringert wird. Nach Filialnestern wird aktuell noch Ausschau gehalten.

Im Gegensatz zur Asiatischen Hornisse steht die heimische Hornisse unter Naturschutz. Sie ist ausgesprochen nützlich, da sie ihre Brut mit Insekten wie Wespen, Fliegen und Stechmücken füttert. Dadurch hilft sie, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten. Selten frisst sie einzelne Bienen. Sie baut ihre großen braunen Nester in Hohlräume in Bäumen, Dachböden oder Rollladenkästen. Die Beseitigung ihrer Nester während sie bewohnt sind ist nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde erlaubt.

Jeden Samstag in der Saison gibt Marcel Budaker am Lehrbienenstand zukünftigen Hobbyimkerinnen und -imkern sein Wissen weiter. (Foto: Anna Beigel)
Jeden Samstag in der Saison gibt Marcel Budaker am Lehrbienenstand zukünftigen Hobbyimkerinnen und -imkern sein Wissen weiter. (Foto: Anna Beigel)

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Einsatz von Fallen ist verboten

Sichtungen der Asiatischen Hornisse sollen mit Foto an www.beewarned.de und an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach gemeldet werden. Diese ist unter 0981/4684201 oder per Mail an naturschutz@landratsamt-ansbach.de erreichbar. Der Einsatz von Wespenfallen ist verboten. Dadurch würden zahlreiche andere und auch geschützte Arten, insbesondere die heimische Hornisse, getötet werden.

Der Kreisverband der Imker Ansbach bietet am Donnerstag, 10. Oktober, ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung zur Asiatischen Hornisse im Gasthaus Krone in Burgoberbach an. Imkervereine, Obst- und Gartenbauvereine und auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
Redakteur für Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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