Nördlich von Rimbach und Morbach und westlich von Losaurach könnten zwei Windräder entstehen. Die Gemeinde hat grundsätzlich nichts gegen den Bau einzuwenden, profitiert sie doch mit. Trotzdem steht noch in den Sternen, ob und wann die Anlagen entstehen. Insgesamt sind sieben Windräder geplant.
Diese Ungewissheit liegt vor allem daran, weil es noch unklar sei, ob es einen Einspeisepunkt ins Netz gibt. Dieser Punkt erwies sich zuletzt bei vielen Vorhaben als Nadelöhr. Außerdem liegen zwar schon sehr viele Gutachten vor, aber es fehlt noch jenes über die militärischen Belange. Auch dieser Punkt verhinderte bekanntlich schon Standorte.
Projektierer der Anlagen ist das Unternehmen „Dornauer Windkraft UG”, das insgesamt sieben Windräder in zwei Vorranggebieten im Viersternwald plant und sich die vorgesehenen Flächen bereits vertraglich gesichert hat. Zwei der Windkraftanlagen lägen auf dem Gemeindegebiet von Markt Erlbach: eine etwa 820 Meter nördlich von Rimbach und eine zweite etwa 1050 Meter westlich von Losaurach und 1000 Meter nordwestlich von Morbach, wie es in der Sitzung hieß. Vier Windräder würden außerdem auf dem Gemeindegebiet von Dietersheim errichtet und eines auf Neustädter Gemarkung. Die beiden anderen Kommunen haben bereits ihr Einvernehmen erteilt.
Die Gemeinde Markt Erlbach musste dieses noch erteilen und dem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren zustimmen, was der Rat so auch tat. Gutachten zu Lärmschutz, Erschütterungen, Eiswurf, Schattenwurf, Naturschutz, Gewässerschutz, Abfallentsorgung und Artenschutz wurden bereits erstellt, die gesetzlichen Vorgaben könnten demnach eingehalten werden.
Die Windräder hätten eine Nabenhöhe von 162 Metern und eine Gesamthöhe von etwa 250 Metern. Die Leistung jeder Anlage beträgt sechs bis sieben Megawatt.
„Wenn die Windkraftanlagen errichtet werden, dann profitiert die Marktgemeinde in dreifacher Hinsicht davon”, heißt es in der Sitzungsvorlage: zum einen durch die Gewerbesteuer, zum anderen durch die Vergütung von 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde in einem bestimmten Radius um die Anlage und außerdem auch von einer Flächenpacht, da der Markt Grundeigentum in dem betreffenden Bereich hat.