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Veröffentlicht am 24.09.2026 06:02

Smart Glasses in der Nähe? App schlägt Alarm

Ist hier einer mit Smart Glasses unterwegs? Die App Nearby Glasses kann etliche Modelle an ihren Bluetooth-Signalen erkennen. (Foto: Nico Tapia/dpa-tmn)
Ist hier einer mit Smart Glasses unterwegs? Die App Nearby Glasses kann etliche Modelle an ihren Bluetooth-Signalen erkennen. (Foto: Nico Tapia/dpa-tmn)
Ist hier einer mit Smart Glasses unterwegs? Die App Nearby Glasses kann etliche Modelle an ihren Bluetooth-Signalen erkennen. (Foto: Nico Tapia/dpa-tmn)

Kann ich unbeschwert feiern? Oder ist jemand im Raum, der das Ganze möglicherweise filmt? Oder landet mein Schwimmbadbesuch von mir unbemerkt im Netz? Nicht immer lässt sich auf den ersten Blick feststellen, ob ein Mensch nur eine auffällige Brille trägt, oder ob da umfangreiche Technik drinsteckt. Denn die kann leider auch missbraucht werden, wie immer mehr Fälle von Ärger mit Smart Glasses aus dem Alltag zeigen.

Bis wir als Gesellschaft eine klare Umgangsregelung mit diesen Geräten finden, gibt es zumindest erste Möglichkeiten der Selbstverteidigung - in Form einer App.

„Nearby Glasses“ heißt das kleine Programm für Smartphones (Android/iOS). Entwickelt hat es ein Nutzer der Plattform Github namens Yves Jeanrenaud. Einmal installiert und gestartet, sucht „Nearby Glasses“ nach den charakteristischen Bluetooth-Signalen solcher Brillen. Werden darin gewisse Herstellerkennungen gefunden, gibt es einen Hinweis auf mögliche Smart Glasses in der Nähe.

Keine Garantie - es kann auch falschen Alarm geben

Von Perfektion ist die App allerdings noch entfernt, wie Jeanreanaud in den Entwicklerkommentaren schreibt. Denn es kann zu Fehlalarmen kommen, sogenannten False Positives. Etwa mit einigen Virtual-Reality-Brillen. Außerdem werden nicht alle Hersteller erfasst. Man kann die App also als Hinweisgeber nutzen, eine Garantie für Privatsphäre ist sie nicht.

Und noch ein Problem löst die App nicht: Was macht man denn mit der Information? Ist die Anwesenheit von Smart Glasses automatisch ein Problem? Sind Trägerin oder Träger mit unlauteren Absichten unterwegs, oder ganz harmlos? 

In seiner App warnt Jeanrenaud deswegen auch ganz entschieden vor vorschnellen Reaktionen. „Bitte belästige niemanden!“ lautet ein deutlich sichtbarer Hinweis. Die rechtlichen Folgen eines Vorgehens gegen vermutete Träger von Smart Glasses könnten - je nach Land, in dem man sich aufhält - gravierender sein, als solch ein verdecktes Überwachungsgerät zu benutzen.

© dpa-infocom, dpa:260924-930-735342/1


Von dpa
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