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Veröffentlicht am 28.07.2026 12:44

So schneiden 10 E-Scooter im ADAC-Test ab

Der ADAC hat zehn aktuelle E-Scooter mit Straßenzulassung getestet - mit positivem Ergebnis. (Foto: ADAC/dpa-tmn)
Der ADAC hat zehn aktuelle E-Scooter mit Straßenzulassung getestet - mit positivem Ergebnis. (Foto: ADAC/dpa-tmn)
Der ADAC hat zehn aktuelle E-Scooter mit Straßenzulassung getestet - mit positivem Ergebnis. (Foto: ADAC/dpa-tmn)

Vor allem in Großstädten sind E-Scooter zum Leihen etwas Alltägliches. Regelkonform und umsichtig genutzt, können sie die eigene Mikromobilität erweitern und erleichtern - etwa die Wege von Zuhause oder von der Arbeit zum Bahnhof oder Park-and-Ride-Parkplatz und zurück.

Noch praktischer kann es werden, wenn man nicht leihen muss, sondern auf dem eigenen E-Scooter rollern kann. Was Modelle zum Kaufen taugen, wollte der ADAC wissen. Der Verkehrsclub hat zehn aktuelle E-Scooter mit Straßenzulassung unter die Lupe genommen. Sie kosten zwischen 499 und 799 Euro und sollen laut Herstellern je nach Modell zwischen 40 und 75 Kilometern Reichweite gut sein.

Im Fokus der Prüfungen standen:

  • Fahrverhalten
  • Bremsen
  • Bedienung
  • Sicherheit
  • Haltbarkeit
  • Reichweite
  • Schadstoffe

Am Ende des Tests stand ein positives Gesamtfazit. Sieben der Gefährte bewertet der Club insgesamt gut - darunter sowohl den teuersten als auch den günstigsten E-Scooter. 

Allerdings könnten die angegebenen Reichweiten der E-Scooter zu Enttäuschungen führen. Die Messungen des Clubs ergaben in vielen Fällen deutlich geringere Werte als von den Herstellern angegeben - etwa auch bei einem E-Scooter, das insgesamt zwar gut (Gesamtnote 2,5) abschnitt. Dieses Modell wird mit bis zu 75 Kilometern Reichweite beworben, der ADAC kam damit aber nur knapp 48 Kilometer weit.

Das sind die drei Modelle an der Spitze

Die Nase vorn hat der „Ninebot F3 Pro D“ von Segway (Gesamtnote 2,0) für 699 Euro. Das Modell überzeugte die Tester mit einem „leistungsstarken und komfortablen Fahrverhalten, ordentlich abgestimmten Bremsen und einer guten Beleuchtung“. Positiv bewertet wurde auch der Informationsumfang des Displays und der zugehörigen App. Nachholbedarf gebe es bei der Ladezeit des Akkus. Bis der Scooter wieder komplett voll ist, dauert es dem Club zufolge über acht Stunden. Zudem wird ein leicht schwammiges Fahrgefühl kritisiert.

Dahinter auf dem Treppchen liegt der „ePF-2 PRO“ von ePowerFun (2,1) für 769 Euro. Der E-Scooter von zeigte laut ADAC „keine gravierenden Schwächen“. Der austauschbare Akku sei praktisch und lasse sich zum Laden entnehmen. Für Nachteile sorgen unter anderem die vergleichsweise kleinen Reifen, etwa auf Kopfsteinpflaster. Verbesserungsbedarf sah der Club zudem beim frühen Lenkeranschlag und bei der Bedienung und Qualität des Seitenständers.

Auf den dritten Platz mit der Gesamtnote 2,2 schaffte es der „Electric Scooter 6 Max“ von Xiaomi für rund 700 Euro - mit knapp 30 Kilogramm der schwerste E-Scooter im Feld. Er überzeugte die Tester jedoch durch „besonders stabile und angenehme Fahreigenschaften auf längeren Strecken“. Allerdings werde der Komfort durch „teils klappernde Federelemente“ bei Unebenheiten etwas getrübt.

Nicht alle Modelle hält der Club für gut - manche sogar für gefährlich

Ein Modell für 649 Euro erreichte nur ein „Befriedigend“ (Gesamtnote 2,6). Zwei weitere Modelle bewertete der ADAC nur mit einem „Ausreichend“ - und auch das nur knapp (jeweils 4,5). Denn die zwei Scooter für 569 und 599 Euro zeigten Schwächen vor allem bei einem praxisnahen Belastungstest. Hier kam es bei beiden zum Lenkerbruch. Grund dafür waren laut der ADAC-Experten „ungünstig positionierte Bohrungen im Lenker“. Hier sieht der Club ein „reales Sicherheitsrisiko“ speziell „nach einer längeren und intensiven Nutzung“.

Solche Schwächen seien bereits aus den Anfangsjahren der Pedelec-Entwicklung bekannt und entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik, so der Verkehrsclub. Allerdings prüfte der ADAC hier schärfer, als es der Gesetzgeber vorsieht. 

Vor einem Kauf rät der Club grundsätzlich zu ausgiebigen Probefahrten beim Händler.

© dpa-infocom, dpa:260728-930-449364/1


Von dpa
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