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Veröffentlicht am 22.06.2026 04:08

So sichern Vermieter Risiken ab

Probleme mit Ihrem Mieter? Eine Mietausfallversicherung kann bei der Bewältigung helfen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Probleme mit Ihrem Mieter? Eine Mietausfallversicherung kann bei der Bewältigung helfen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Probleme mit Ihrem Mieter? Eine Mietausfallversicherung kann bei der Bewältigung helfen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Es ist der Alptraum eines jeden Vermieters: Der Mieter oder die Mieterin kann oder will nicht (mehr) zahlen. Oder aber sie suchen von jetzt auf gleich das Weite und hinterlassen die Wohnung in einem verwüsteten Zustand. Gut, wenn Vermieter sich für solche Fälle abgesichert haben - mit einer Mietausfallversicherung.

„Eine Mietausfallversicherung kann für Vermieter ein wichtiges Sicherheitsnetz sein“, sagt Annett Engel-Lindner, Rechtsanwältin und Syndikusanwältin beim Immobilienverband Deutschland IVD. Die Police greife je nach Tarif, wenn Mieten ausbleiben und übernehme teilweise auch Kosten für Räumungsklagen oder falls Vermieter vom Mieter verursachte Schäden an der Wohnung zu beklagen haben. 

„Besonders bei unsicheren Mietverhältnissen oder als zusätzliche Absicherung kann sie helfen, finanzielle Verluste abzufedern“, so Engel-Lindner. Allerdings sei die Police oft an entsprechende Bedingungen geknüpft und mit gewissen Selbstbeteiligungen verbunden.

Augen auf - nicht nur bei der Wohnungsvergabe

Noch wichtiger als eine Mietausfallversicherung darum: die sorgfältige Auswahl der Mietpartei. Vermieter sollten bereits vor Vertragsabschluss genau prüfen, mit wem sie ein Mietverhältnis eingehen, rät Annett Engel-Lindner. Dazu gehörten eine Bonitätsprüfung, Einkommensnachweise, eine Schufa-Auskunft sowie im Idealfall auch eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom vorherigen Vermieter. Ebenso sinnvoll sei es, eine Kaution in der gesetzlich zulässigen Höhe zu vereinbaren und auf einen rechtssicheren, klar formulierten Mietvertrag zu achten.

Auch während des laufenden Mietverhältnisses ist Aufmerksamkeit geboten. „Wenn erste Zahlungen verspätet eingehen oder ausbleiben, sollte der Vermieter oder die Vermieterin frühzeitig reagieren und das Gespräch suchen“, so Engel-Lindner. Je schneller gehandelt wird, desto größer ist die Chance, Probleme zu klären oder rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten. So lassen sich größere finanzielle Schäden und langwierige Prozesse oft vermeiden.

© dpa-infocom, dpa:260622-930-260218/1


Von dpa
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