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Veröffentlicht am 05.03.2026 12:49

So viele Handwerkspleiten wie seit 2014 nicht mehr

Die Zahl der Handwerks-Insolvenzen stieg laut Creditreform besonders deutlich im Kfz-Gewerbe.  (Foto: Hannes P Albert/dpa)
Die Zahl der Handwerks-Insolvenzen stieg laut Creditreform besonders deutlich im Kfz-Gewerbe. (Foto: Hannes P Albert/dpa)
Die Zahl der Handwerks-Insolvenzen stieg laut Creditreform besonders deutlich im Kfz-Gewerbe. (Foto: Hannes P Albert/dpa)

Im vergangenen Jahr sind so viele Handwerksbetriebe pleitegegangen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 13,3 Prozent auf 4.950, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mitteilte. „Energie, Material, Löhne – die Kosten laufen davon. Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage“, erklärte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. 

Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte die Zahl der Insolvenzen zuletzt 2014 mit rund 5.000 höher gelegen.

Energie- und Materialkosten sowie höhere Löhne belasten Betriebe

Handwerksbetriebe seien meist klein- und mittelständisch geprägt und verfügten über geringere finanzielle Puffer, betonte Creditreform. „Von den Kostensteigerungen der letzten Jahre sind sie besonders stark betroffen gewesen.“ Vor allem die deutlich gestiegenen Energie- und Materialkosten sowie höhere Löhne hätten die Liquidität belastet. 

Zu Auftragseinbußen hätten auch eine verhaltene Konsum- und Investitionstätigkeit sowie die schwache Baukonjunktur geführt. Rückläufige Umsätze und Erträge sowie eine höhere Insolvenzgefährdungseien die Folge gewesen.

Für 2026 rechnet das Handwerk laut Creditreform mit einer leichten Belebung des Geschäfts. 27,0 Prozent der Betriebe (2024: 24,3 Prozent) erwarteten ein Umsatzplus. 18,4 Prozent gingen von Umsatzrückgängen aus (2024: 22,8 Prozent). Besonders das Bau- und Ausbauhandwerk sei optimistischer.

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Von dpa
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