Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat in seiner Wahlkampfrede in Ansbach eindringlich die Bedeutung der Europawahl betont. Zuvor hatte der mittelfränkische CSU-Kandidat Dr. Konrad Körner gesprochen. Er möchte sich im Fall seines Einzugs ins Europaparlament für weniger Bürokratie einsetzen.
Söder bezeichnete die Europawahl als die – nach Indien – „zweitgrößte demokratische Wahl der Welt“. Die Demokratie sei aber auf der ganzen Welt bedrängt und bedroht. Eindringlich rief er deshalb dazu auf, am Sonntag wählen zu gehen: „Was nicht passieren darf, ist, dass am Ende die Demokratie aus Faulheit oder Langeweile kaputt geht.“
Freiheit und Sicherheit seien keine Selbstverständlichkeit. In den 1990er-Jahren habe es niemand für möglich gehalten, dass es in Europa noch einmal Krieg geben könnte. Die CSU sei daher „immer Europapartei“ gewesen. Die EU sei auf der politischen Weltbühne aktuell nicht mehr die wichtigste Adresse. „Ist es da sinnvoll, dass wir uns gegenseitig zerfleischen?“, fragte Söder staatstragend.
Auch die CSU sei für Klimaschutz. „Wir bekommen dieser Tage die Botschaften“, sagte er mit Blick auf die verheerenden Hochwasser in Bayern. Die AfD bezeichnete er als „Zerstörer“ und „böse Kräfte“. „Der Höcke-Club ist ein Nazi-Verein, ganz klar“, so Söder.
Neben der ernsten Ansprache ließ der Parteichef außerdem humoristische Elemente in seine Rede einfließen - die für einen Ministerpräsidenten ungewöhnlich, für Söder aber typisch sind.
Bereits zuvor hatte der mittelfränkische CSU-Kandidat für die Europawahl, der 32-jährige Dr. Konrad Körner, erklärt, dass es am Sonntag darum gehe, Wohlstand, Frieden und Freiheit zu erhalten. Auf dem 7. Platz der CSU-Liste hat der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Mittelfranken durchaus Aussichten auf den Einzug ins EU-Parlament. Keine andere Partei habe einen aussichtsreichen Kandidaten aus Mittelfranken aufgestellt, betonte er.
Mehrfach erklärte Körner, dass es wichtig sei, „linke Ideologie zurückzudrängen“. In Richtung AfD sagte er: „Die verraten das eigene Land.“ Einsetzen möchte er sich gegen zu viel Bürokratie. Er wolle den Menschen „Einfachheit zurückgeben“.