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Veröffentlicht am 03.04.2023 17:31

Sommersdorfer gestalten Protest-Osterbrunnen gegen Deponie

Protest-Osterbrunnen in Sommersdorf (Foto: Interessengemeinschaft "Keine Deponie Sommersdorf")
Protest-Osterbrunnen in Sommersdorf (Foto: Interessengemeinschaft "Keine Deponie Sommersdorf")
Protest-Osterbrunnen in Sommersdorf (Foto: Interessengemeinschaft "Keine Deponie Sommersdorf")

Die Sommersdorfer sind kreativ, um ihren Protest gegen die geplante Deponie der Gefahrenklasse 2 im Ort öffentlich zu machen: Nach einem Ostermarsch im vergangenen Jahr haben sie heuer den zentral gelegenen Brunnen zu einem Protest-Osterbrunnen umgestaltet.

Eine Osterkrone aus bunten Eiern, Müll und Protestplakate machen auf die Gesundheitsgefährdung durch giftige Abfallstoffe wie zum Beispiel Asbest, auf die Lärmbelästigung aufgrund des erhöhten Lkw-Verkehrs und auf die befürchtete Verunreinigung der Hausbrunnen aufmerksam.

Die Interessengemeinschaft „Keine Deponie Sommersdorf“ geht davon aus, dass durch die Erweiterung der seit vielen Jahren kaum genutzten Bauschuttdeponie der Klasse 0 gesundheitliche Beeinträchtigungen durch gefährliche Abfälle, Staub, Lärm und Abgase auftreten werden.

Furcht vor Zunahme des Schwerlastverkehrs

Der Schwerlastverkehr werde durch die überregionale Anlieferung von Deponiematerial und die Abfahrt der Lkw nicht nur in Sommersdorf, sondern auch in anderen, an der Zubringerstraße gelegenen Orten wie Burgoberbach, Bechhofen, Großenried und Kleinried deutlich zunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Auch werde durch die Deponie die gewachsene Naturlandschaft – Erholungsort und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen – zerstört.

Die Anlieger fürchten, dass auch die Trinkwasserbrunnen im benachbarten Weidenbacher Ortsteil Irrebach bedroht sein könnten. Darüber hinaus geht die Interessengemeinschaft davon aus, dass Häuser und Grundstücke durch die nur 250 Meter vom Ort entfernte Gefahrstoff-Deponie entwertet werden.

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Seit Jahren machen die Anwohner deshalb Durchfahrende mit auf Leintüchern und Bettwäsche geschriebenen Protestplakaten auf ihr Anliegen aufmerksam.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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