Soziales Quartier in Windsbach: Infoveranstaltung war gut besucht | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 29.09.2025 12:09

Soziales Quartier in Windsbach: Infoveranstaltung war gut besucht

So könnte es einmal aussehen: die Gestaltung des sozialen Quartiers in der Heinrich-Brandt-Straße schreitet immer weiter voran.  (Grafik: Högner Baugesellschaft)
So könnte es einmal aussehen: die Gestaltung des sozialen Quartiers in der Heinrich-Brandt-Straße schreitet immer weiter voran. (Grafik: Högner Baugesellschaft)
So könnte es einmal aussehen: die Gestaltung des sozialen Quartiers in der Heinrich-Brandt-Straße schreitet immer weiter voran. (Grafik: Högner Baugesellschaft)

Einen Tag nachdem der Satzungsbeschluss des Windsbacher Stadtrats die Bauleitplanung des sozialen und diakonischen Quartiers abgeschlossen hat, konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Projekt stellen. Diese kreisten vor allem um die bauliche und soziale Gestaltung.

15 Minuten vor dem eigentlichen Beginn der Informationsveranstaltung war der Saal im Rentamt in Windsbach bereits gefüllt. Dieser Andrang spiegelt das große Interesse an dem Vorhaben der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Ansbach und der Baufirma Högner wider, waren sich die Verantwortlichen einig. Bürgermeister Matthias Seitz, Architekt Markus Högner sowie Pfarrer Martin Reutter und Irina Reim vom Diakonischen Werk sorgten für Aufklärung.

Mit Café und Pflegedienst

Im Kern drehten sich die Fragen vor allem darum, welche Angebote und Infrastruktur die Wohnanlage bieten wird. Wie Reim erklärte, ist das diakonische Werk für die Belebung des Vorhabens zuständig. Neben einem ambulanten Pflegedienst und den altersgerechten Servicewohnanlagen sei außerdem ein Tagespflegedienst mit 22 Plätzen fest eingeplant.

Bei der Präsentation der Gebäudevisualisierung erläuterte Högner, dass ein Gebäude zudem für Arzt- und Therapeutenpraxen sowie eine Beratungsstelle vorgesehen ist. Ein besonderes Augenmerk liegt zusätzlich auf der Integration von Gemeinschaftsräumen wie einer Bücherei oder einem öffentlichen Café.

Ziel des gesamten Projekts ist generationsübergreifendes Beisammensein

Insgesamt sind 30 Servicewohneinheiten, jeweils Ein- bis Vier-Zimmer-Apartments zwischen 30 und 120 Quadratmetern geplant. Vergrößert werden könnten diese Wohneinheiten um weitere 20 Einheiten durch ein zusätzliches Gebäude. Ziel des gesamten Projekts sei hierbei ein generationsübergreifendes Beisammensein, welches der älteren Generation selbstbestimmtes Wohnen und gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl ermöglichen soll.

Deshalb gebe es auch kein Mindestalter, um in einer der Wohnungen leben zu dürfen. Pfarrer Reutter erklärte, dass für jede Wohnung eine monatliche Servicegebühr von 50 Euro für die Dienstleistungen der Diakonie fällig wird, selbst wenn diese nicht beansprucht werden. Somit könne man entgegen der Sorge aus dem Publikum sicherstellen, dass die Wohnungen trotz einer fehlenden Altersbeschränkung auch tatsächlich vorwiegend für ältere Menschen verfügbar sind. Die Preise für die diakonischen Dienstleistungen würden laut Högner zu einer „natürlichen Auslese“ führen.

Übliche Neubaupreise

Wie Högner außerdem erklärte, werden die Wohnungen alle verkauft. Die Eigentümer haben dann die Möglichkeit, selbst einzuziehen oder zu vermieten. Die Kaufpreise belaufen sich auf 4000 bis 4400 Euro für den Quadratmeter, monatlich sei mit circa 280 Euro Nebenkosten zu rechnen. Der altersgerechte Bau und die diakonischen Dienstleistungen würden hierbei keinen Einfluss nehmen, es handelt sich laut Högner um die üblichen Marktpreise für Neubauten, allerdings gebe es auch keinerlei finanzielle Förderung vonseiten des Bundes oder des Freistaates.

Obwohl ein genauer Zeitplan momentan noch „schwer zu prognostizieren“ ist, erläuterte Högner, dass im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden soll und ab Weihnachten 2028 mit den ersten Einzügen gerechnet werden kann. Ab sofort nimmt die Firma Högner erste Kaufanfragen entgegen. Insgesamt soll das Quartier an den Feldwiesen „zu einem Ort der Solidarität, Fürsorge und Gemeinschaft“ werden, unterstrich Bürgermeister Seitz.


Von SOPHIA SCHMIDT
north