Vor knapp zwei Wochen wurde der neue Skatepark in Ansbach offiziell eröffnet. Seitdem haben die Freunde von Skateboard, Scooter und Co. hinter dem Schulzentrum eine neue und zeitgemäße Heimat. Mit dem Auto kann das Areal aber nicht angefahren werden.
527.000 Euro hat sich die Stadt das Projekt kosten lassen. Oberbürgermeister Thomas Deffner wird nicht müde zu betonen, dass sich die Stadt mit diesem Platz gut sehen lassen kann. „Für die nächsten Jahrzehnte sind wir da gut aufgestellt“, sagte der OB zuletzt. Doch ein kleines Problem scheint der Skatepark zu haben. Weil das Areal zwischen den Außensportanlagen der Johann-Steingruber-Realschule und des Theresien-Gymnasiums liegt, kann man nicht direkt mit dem Auto hinfahren.
Der Grund ist schnell erklärt: Zwar führt ein Weg zwischen Bundesstraße und Realschul-Gelände nach hinten zum Skatepark, allerdings handelt es sich dabei um einen Weg, der nur von forst- und landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden darf. Dies bestätigt auch Anne Ziegler vom Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters.
Die Realität sieht aber meistens anders aus, so auch in diesem Fall. Wie verschiedene Leser in den vergangenen Wochen berichteten, stehen immer wieder Autos direkt am Skatepark. Probleme gab es dadurch noch nicht, so die Schilderungen, aber verboten ist es offiziell trotzdem.
Auch die Stadtverwaltung weiß von keinen Problemen, Anne Ziegler macht aber trotzdem deutlich, wie es eigentlich gedacht ist. Demnach sollen die Autofahrer mit ihrem Fahrzeug bis zum öffentlichen Parkplatz fahren, der sich zwischen dem Schleifweg und der Berliner Straße befindet, und hier ihr Fahrzeug abstellen. Die restliche Strecke zum Skatepark, das sind rund 400 Meter, müssen gelaufen werden.
In diesem Zusammenhang weist die Stadt auch darauf hin, dass der Parkplatz direkt auf dem Gelände der Realschule keine öffentliche Stellfläche ist. Diese ist für die Lehrer der Bildungseinrichtung vorgesehen.
Mit der Eröffnung des Skateparkes Anfang Juli endete ein städtisches Projekt, das sich über mehrere Jahre hingezogen hat. Bereits 2018 hatte es erste Überlegungen gegeben, einen neuen Standort zu suchen und das alte Areal am Messegelände zu verlassen. Erst 2022 konnten sich die Stadträte auf die jetzige Fläche einigen. Eine zuvor favorisierte Realisierung im Bürgerpark scheiterte unter anderem an den Protesten von Anwohnern.