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Veröffentlicht am 25.09.2026 05:35

Sträucher schneiden: Was im Herbst sinnvoll ist

Ran an die Schere: Im Herbst können Gehölze ausgelichtet und von abgestorbenen Zweigen befreit werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ran an die Schere: Im Herbst können Gehölze ausgelichtet und von abgestorbenen Zweigen befreit werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ran an die Schere: Im Herbst können Gehölze ausgelichtet und von abgestorbenen Zweigen befreit werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Wenn im Herbst das Laub fällt, wird sichtbar, wo Gehölze Pflege brauchen. Ab Oktober sind auch stärkere Rückschnitte wieder möglich – aber muss das überhaupt sein? Die DIY Academy in Köln erklärt, worauf es beim herbstlichen Gehölzschnitt ankommt.

Vor dem Schnitt lohnt sich grundsätzlich ein genauer Blick: Nisten Vögel im Gehölz oder haben Igel und andere Gartenbewohner einen Unterschlupf gefunden? Dann ist Zurückhaltung angesagt. Auch die Wettervorhersage spielt eine Rolle - geschnitten wird am besten an einem trockenen, frostfreien Tag.

Wer verträgt jetzt einen Rückschnitt - und wer nicht?

Im Herbst steht bei vielen Gehölzen ein gezielter Pflegeschnitt im Vordergrund: Totholz lässt sich entfernen und zu dicht gewachsene Sträucher können ausgelichtet werden. Das bietet sich beispielsweise bei Liguster, Haselnuss und Heckenkirsche an.

Sommerblüher wie Sommerflieder oder Bartblumen blühen an neuen Trieben, die sich im Frühjahr entwickeln. Einen Rückschnitt vertragen sie in der Regel gut. Zu radikal sollte er im Herbst dennoch nicht sein. Dafür ist der Spätwinter oder das zeitige Frühjahr der richtige Zeitpunkt.

Frühjahrsblüher wie Zaubernuss oder Magnolie bilden ihre Blütenknospen bereits im Jahr vor der Blüte. Wer jetzt kräftig schneidet, nimmt damit womöglich auch die Blüten fürs nächste Frühjahr weg. Geschnitten wird deshalb direkt nach der Blüte.

So geht der herbstliche Pflegeschnitt

Und wie geht man am besten vor? Zunächst sollte alles entfernt werden, was abgestorben, krank oder beschädigt ist. Wenn nötig, kann man anschließend noch etwas auslichten und einzelne Zweige herausnehmen - etwa, wenn sie sich kreuzen, aneinander reiben oder stark ins Innere wachsen.

Bei älteren Ziersträuchern können Besitzer auch prüfen, ob einzelne Triebe stark verholzt oder wenig vital sind. Solche Triebe können bei Bedarf bodennah entfernt werden. Kürzen sollte man anschließend nur noch Zweige, die deutlich aus dem übrigen Wuchs herausragen.

Und nach dem Rückschnitt?

Das Schnittgut lässt sich im Garten sinnvoll nutzen: Feine Zweige können zerkleinert und kompostiert oder als Mulch verwendet werden. Aus dickeren Ästen entsteht mit wenig Aufwand ein kleiner Totholzhaufen, der Insekten und anderen Tieren einen geschützten Platz bietet.

© dpa-infocom, dpa:260925-930-741105/1


Von dpa
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