Streik im Nahverkehr: Nun trifft es indirekt auch die S4 Nürnberg–Ansbach mit Wucht | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.04.2026 13:15

Streik im Nahverkehr: Nun trifft es indirekt auch die S4 Nürnberg–Ansbach mit Wucht

Die S-Bahn zwischen Ansbach und Nürnberg fährt derzeit nur bis Nürnberg-Schweinau. Das hat während des Warnstreiks der VAG schwere Folgen für die Fahrgäste. (Symbolbild: Jim Albright)
Die S-Bahn zwischen Ansbach und Nürnberg fährt derzeit nur bis Nürnberg-Schweinau. Das hat während des Warnstreiks der VAG schwere Folgen für die Fahrgäste. (Symbolbild: Jim Albright)
Die S-Bahn zwischen Ansbach und Nürnberg fährt derzeit nur bis Nürnberg-Schweinau. Das hat während des Warnstreiks der VAG schwere Folgen für die Fahrgäste. (Symbolbild: Jim Albright)

Auf der Bahnstrecke Nürnberg–Ansbach nehmen die Einschränkungen für Fahrgäste kein Ende: In die derzeit laufenden Bauarbeiten und damit verbundenen Fahrplanänderungen auf der Verbindung platzt nun der Warnstreik im Nürnberger Nahverkehr. Das hat fatale Folgen.

Denn aktuell starten und enden die S-Bahnen der Linie 4 (Crailsheim–Ansbach–Nürnberg) wegen Bauarbeiten in Nürnberg-Schweinau. Wer in Nürnberg Hbf umsteigen oder in die City möchte, den verweist die DB auf die U-Bahn.

Wegen des Warnstreiks fahren in Nürnberg keine U-Bahnen

Und hier beginnt die Krux: Am Dienstag, 14. April, legt Verdi den Stadtverkehr in Nürnberg lahm. U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fallen aus. In einem Notfallplan verkehren lediglich einmal in der Stunde, teilweise im 30-Minuten-Takt, Busse auf dem sternförmigen Netz der Nightliner.

Unvorbereitete Fahrgäste aus Richtung Ansbach, die bis zur provisorischen Endhaltestelle Nürnberg-Schweinau fahren, dürften am Dienstag also erst einmal an dem etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Haltepunkt stranden.

Die Deutsche Bahn antwortet auf FLZ-Anfrage: Kurzfristig seien keine Änderungen im Bauplan möglich, etwa ein Aussetzen der Arbeiten für einen Tag, sodass die S-Bahnen doch bis Nürnberg Hbf fahren könnten.

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Am 15. April nimmt die Polizei in Bayern wieder verstärkt Raser ins Visier. Die Standorte sind am Donnerstag veröffentlicht worden. Die Liste finden Sie hier.

So kommen Fahrgäste trotzdem ins Stadtzentrum

Als Alternative bleiben den Fahrgästen mehrere Optionen, die alle mit Mühen verbunden sind: So ist es eine Möglichkeit, auf den Regionalexpress auszuweichen, der weiterhin bis Nürnberg Hbf durchfährt. Allerdings hält dieser nur an größeren Bahnhöfen und fährt nur alle zwei Stunden. Wer etwa in Sachsen bei Ansbach wohnt, muss also erst einmal bis Ansbach oder Wicklesgreuth gelangen.

Alternativ haben Fahrgäste in Schweinau die Option, auf das Notbusnetz umzusteigen. Die VAG sichert zu, auf der entsprechenden Linie (N7) von 5 bis 21 Uhr im Halbstundentakt zu verkehren.

Andernfalls bliebe Reisenden die Variante eines Fußwegs, per VAG-Bike, E-Scooter oder mittels Taxi in die Innenstadt.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten im bayerischen Nahverkehr unter anderem mehr Geld und eine Reduzierung der Arbeitszeit. 2026 kam es bereits zu mehreren Warnstreiks in bayerischen Städten, darunter Nürnberg und Fürth. Der Busverkehr in Westmittelfranken ist davon nicht betroffen – aus einem einfachen Grund.

Einschränkungen auf der S4 währen noch Monate

Dass die S-Bahnen nicht bis Nürnberg Hbf durchfahren, bleibt indes noch bis 26. April so. Zugleich startet die Bahn ab 17. April Bauarbeiten bei Roßtal. Das führt zu monatelangen, schweren Einschränkungen auf der Linie S4.

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Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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