Bahnreisende müssen sich zwischen Ansbach und Nürnberg auf monatelange massive Einschränkungen gefasst machen. Diese sollen schon in gut einer Woche beginnen.
Einen Fingerzeig hierzu gab bereits der im Dezember veröffentlichte Jahresfahrplan. Allerdings dürfte das Ausmaß etliche Betroffene, die das Kleingedruckte darin nicht studiert haben, überraschen.
Auf ihrer Baustellen-Infoseite hat die DB ebenfalls einen Hinweis platziert: Vom 18. April bis zum 9. Juli 2026 komme es zu „baubedingten Fahrplanänderungen” auf der S-Bahn-Linie 4. Allgemein ist von „Stundentakt und vereinzelt Halteausfällen” die Rede. Einen Baufahrplan gibt es nicht, die DB verweist auf den allgemeinen Jahresfahrplan. Und: Die Änderungen seien bereits in der App DB Navigator und der digitalen Reiseauskunft eingepflegt.
Als Grund für die mehrmonatigen Betriebseinschränkungen gibt eine Bahnsprecherin Bauarbeiten zur Hangsanierung zwischen Roßtal und Heilsbronn an. Zudem würden im Bereich des Nürnberger Hauptbahnhofs mehrere Weichen erneuert. Die Maßnahmen würden seit rund zwei Jahren geplant, führen aber dazu, dass auf der Strecke abschnittsweise nur ein Gleis zur Verfügung steht.
In der Konsequenz dünnt die DB die S4 deutlich aus. Im betroffenen Zeitraum verkehren die S-Bahnen durchgehend im Stundentakt. Hinzu kommen Verstärkerzüge zur Hauptverkehrszeit. Diese können allerdings nicht an den Stationen Heilsbronn, Raitersaich, Roßtal-Wegbrücke und Roßtal halten und fahren entsprechend ohne Halt durch. Die morgendliche Express-S4 von Nürnberg nach Ansbach entfällt.
Regionalexpress (RE90) und Intercity sollen während der Bauphase weiterhin verkehren. Mit dem RE verdichtet sich an den größeren Halten der Stundentakt alle zwei Stunden. An Haltepunkten wie Petersaurach-Nord reduzieren sich wiederum die Zugverbindungen bis Juli um etwa die Hälfte.
Schon am Wochenende vor Beginn der Maßnahme müssen Reisende auf der Strecke mit Beeinträchtigungen rechnen. Wegen einer Totalsperrung verkehren Ersatzbusse zwischen Nürnberg und Ansbach.