Streit um neuen Eingangsbogen zum Straßburger Weihnachtmarkt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.08.2026 02:01

Streit um neuen Eingangsbogen zum Straßburger Weihnachtmarkt

In der Elsassmetropole Straßburg gibt es Streit um die Erneuerung des Eingangsbogens zum berühmten Weihnachtsmarkt (Archivbild). (Foto: Marijan Murat/dpa)
In der Elsassmetropole Straßburg gibt es Streit um die Erneuerung des Eingangsbogens zum berühmten Weihnachtsmarkt (Archivbild). (Foto: Marijan Murat/dpa)
In der Elsassmetropole Straßburg gibt es Streit um die Erneuerung des Eingangsbogens zum berühmten Weihnachtsmarkt (Archivbild). (Foto: Marijan Murat/dpa)

Mitten im Hochsommer ist in der Elsassmetropole Straßburg ein Streit um die Erneuerung des festlich geschmückten Eingangsbogens zum Weihnachtsmarkt entbrannt - vor allem wegen der veranschlagten Kosten von 140.000 Euro. „Die derzeitige Installation ist in die Jahre gekommen, und Reparaturen werden immer häufiger. Es ist Zeit, sie zu erneuern“, sagte der erste stellvertretende Bürgermeister, Mathieu Cahn, der örtlichen Zeitung „Les Dernières Nouvelles d'Alsace“.

Im Frühjahr sei daher eine Ausschreibung veröffentlicht worden, um diesem Wahrzeichen von „Straßburg, der Weihnachtshauptstadt“ neues Leben einzuhauchen, das als „ein bedeutendes Wahrzeichen gilt, das von Millionen von Besuchern besucht, fotografiert, gefilmt und mit Hashtags versehen wird“. Laut der Ausschreibung soll der künftige Eingangsbogen zu den Budengassen „den Besuchern einen ästhetischen Anblick bieten, der sie dazu anregt, ein Foto zu machen, das den Namen „Christkindelsmärik” zur Geltung bringt“. So wird der Weihnachtsmarkt auf elsässisch bezeichnet.

Kritik an hohen Kosten

„140.000 Euro, um den Weihnachtsbogen „instagrammable” zu machen – das ist absurd“, sagte der Grünen-Oppositionspolitiker Alain Jund der Zeitung „Le Parisien“. „Jedes Jahr zieht der Straßburger Weihnachtsmarkt 3,5 Millionen Besucher an. Die neue Stadtverwaltung sollte sich eher darauf konzentrieren, den Touristenstrom besser zu lenken oder die Veranstaltung umweltfreundlicher zu gestalten.“

„Es ist doch klar, dass das nur für die sozialen Medien ist, um immer mehr Touristen anzulocken“, sagte auch die grüne Stadträtin Florence Varieras dem Sender France 3. Auch etlichen Lesern der Straßburger Zeitung stießen die hohen Kosten übel auf. „140.000 Euro für den Austausch des Bogens, während bereits beschlossene Projekte auf Eis gelegt oder überarbeitet wurden, um Kosten zu sparen“, reagierte einer. „Warum ein solches Budget? Könnte man es nicht für etwas Nützlicheres verwenden?“, meinte eine andere.

Erinnerung an Weihnachtsmarkt der Kindheit

 „140.000 Euro für ein neues Schild! Als ob die Stadt nicht schon mit über 400 Millionen verschuldet wäre! Das ist immer noch reine Verschwendung“, meinte ein Leser names Patrick. „Dieser Bogen ist ein Wahrzeichen, das mich an den guten alten Weihnachtsmarkt meiner Kindheit erinnert“, hieß es aber in einem anderen Kommentar. „Die ursprüngliche Bezeichnung weckt Erinnerungen und bietet den erwarteten Touristen zudem ein kleines Stück Authentizität: Er hat es verdient, dass man ihn mit Schwung renovieren lässt!“

Laut Ausschreibung soll der neue Bogen „Authentizität, Tradition, Solidarität und Modernität“ vereinen und „Dekorationselemente aus Holz oder anderen natürlichen Materialien“ beinhalten. Erste Entwürfe sollen im August vorliegen.

© dpa-infocom, dpa:260805-930-484610/1


Von dpa
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