Talbrücken-Abbruch bei Diebach betrifft nun auch den örtlichen Verkehr | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 06.01.2026 19:53

Talbrücken-Abbruch bei Diebach betrifft nun auch den örtlichen Verkehr

Per Infotafel werden die Verkehrsteilnehmenden im Umgriff der Talbrücke über die Sperrung informiert. Dauern soll diese bis Ende März. (Foto: Jürgen Binder)
Per Infotafel werden die Verkehrsteilnehmenden im Umgriff der Talbrücke über die Sperrung informiert. Dauern soll diese bis Ende März. (Foto: Jürgen Binder)
Per Infotafel werden die Verkehrsteilnehmenden im Umgriff der Talbrücke über die Sperrung informiert. Dauern soll diese bis Ende März. (Foto: Jürgen Binder)

Die Erneuerung der Autobahnbrücke Pfeffermühle ist kompliziert und langwierig. Die Arbeiten an dem wichtigen Streckenteil der A7 begannen im Frühjahr 2025 und werden wohl bis 2029 dauern. Betroffen von der Maßnahme ist nun auch die darunter verlaufende Staatsstraße 2247, die fast drei Monate gesperrt werden muss.

Von Verkehr freigehalten wird der zwischen Schillingsfürst und Diebach verlaufende Abschnitt der Staatsstraße, damit der Abbruch des östlichen Brückenteils – das ist die in Fahrtrichtung Würzburg verlaufende Seite – ungehindert fortgeführt werden kann. Im Dezember war hier bereits ein erster wichtiger Schritt erfolgt. So hatte das Spezialistenteam der zuständigen Baufirma einen der längsten Stützpfeiler der Brücke kontrolliert zu Fall gebracht.

Umfangreiche Maschinenbewegungen

Bis Frühjahr 2026 sollen nun die weiteren Pfeiler und die anderen Bestandteile der Brücke folgen, was umfangreiche Maschinenbewegungen unterhalb der Brücke erfordert. Vieles davon wird sich im direkten Fahrbahnbereich der Staatsstraße oder an den Seiten abspielen. Damit das reibungslos und ohne Beeinträchtigung durch Durchgangsverkehr auf der Straße effizient ablaufen kann, führt an einer Komplettsperrung der Staatsstraße zwischen Diebach und Schillingsfürst über einen Zeitraum von mehreren Monaten kein Weg vorbei.

Zuständig für die Sperrungsanordnung und die Ausweisung einer Umleitungsstrecke ist die Autobahn-GmbH des Bundes. Von der Niederlassung Nordbayern dieser Gesellschaft wurden für die nächsten Tage dazu genauere organisatorische Informationen angekündigt. Klar ist, dass der überörtlichen Verkehr von Schillingsfürst und Diebach jeweils ersatzweise über die Staatsstraße 2419 (die frühere B25) umgeleitet wird. Ortskundige werden eher andere Varianten nutzen, etwa die von Diebach über Oestheim nach Bellershausen.

Brücke ist für die hohe Beanspruchung nicht ausgelegt

Die Erneuerung der Talbrücke Pfeffermühle sei „aufgrund des insgesamt schlechten Bauwerkszustandes und der für die heutigen Verkehrsverhältnisse nicht mehr ausreichenden Tragreserven erforderlich”, begründet die Autobahn-GmbH die Maßnahme. Seit der Errichtung des 407 Meter langen Bauwerks mit seinen knapp 30 Meter hohen Pfeilern habe sich durch den rasant angestiegenen Güter- und Schwerverkehr eine Nutzungsänderung eingestellt. Für diese hohe Beanspruchung ist die vorhandene Brücke nicht ausgelegt.

Die geschätzten Kosten der Maßnahme in Höhe von rund 63,7 Millionen Euro trägt der Bund. Im ersten Abschnitt wird das Teilbauwerk der Richtungsfahrbahn Würzburg hergestellt. Der Verkehr auf der A7 wird währenddessen vierstreifig über das vorhandene Teilbauwerk der Richtungsfahrbahn Ulm geführt. Bis Frühjahr 2026 sollen diese Arbeiten dauern, was die Staatsstraßensperrung unten im Tal notwendig macht.

Im Frühjahr 2027 startet die zweite Bauphase

Danach ist im Frühjahr 2027 als Start in die zweite Bauphase die Verkehrsumlegung auf die neue Ostseite der Brücke geplant. Bis Ende 2027 soll anschließend das westseitige Teilbauwerk in Fahrtrichtung Ulm abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Bis Mitte 2029 wird mit der endgültigen Fertigstellung gerechnet.

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