Tomaten lieben Sonne und mögen es warm. Trotzdem kann ihnen der Sommer zusetzen. Mit der richtigen Pflege lassen sich viele Schäden jedoch vermeiden. Wie es geht, erklären die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und die Bayerische Gartenakademie.
Tomaten sollten regelmäßig ausgegeizt werden. Heißt: Alle Seitentriebe, die eine Länge von etwa drei bis fünf Zentimetern erreicht haben, werden entfernt. Dadurch werden die Pflanzen besser durchlüftet.
Gleichzeitig verringert sich das Risiko von Pilzerkrankungen wie Kraut- und Braunfäule, die sich durch graugrüne bis bräunliche Verfärbungen an Blättern und Stängeln bemerkbar machen.
Nicht nur Seitentriebe, sondern auch die unteren Blätter sollten entfernt werden, damit kein Spritzwasser an das Laub gelangt. Blätter mit gelben oder braunen Flecken schneidet man am besten sofort ab.
Im Idealfall sind die Pflanzen von vornherein nicht zu dicht gepflanzt, so können sie schneller abtrocknen. Zudem sollten sie vor Regen geschützt sein - etwa im Gewächshaus oder unter einem Dach.
Tomaten sollten regelmäßig und gleichmäßig gegossen werden, damit sie genügend Nährstoffe aufnehmen. So lässt sich auch verhindern, dass die Früchte aufplatzen. Das passiert vor allem dann, wenn Tomaten nur selten, dafür aber sehr reichlich gegossen werden.
Am besten gießt man morgens, so können die Pflanzen bis zum Abend wieder abtrocknen. Dabei das Wasser direkt an den Stammgrund geben, damit die Blätter und Früchte nicht nass werden.
Gelbe Blätter oder schwache Neutriebe weisen häufig auf einen Nährstoffmangel hin. In diesem Fall kann ein schnell wirkender Flüssigdünger helfen - etwa ein organischer wie Vinasse oder ein mineralischer wie Ammonsulfatsalpeter, der in Wasser aufgelöst ist.
Eine Schicht aus Stroh oder anderem Mulch hält den Boden länger feucht, schützt ihn vor intensiver Sonneneinstrahlung und mildert die Folgen von Starkregen. Eine Mulchschicht schafft zudem gute Bedingungen für Bodenorganismen, die die im Boden enthaltenen Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar machen.
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