Dem TSV Ansbach ist der erhoffte Befreiungsschlag in der Tischtennis-Verbandsoberliga gelungen. Mit einem 6:4-Erfolg bei der SpVgg Erlangen sowie einem 8:2-Heimsieg über den TV Etwashausen katapultierte er sich aus der Abstiegszone auf Rang sechs.
Das Kellerduell zwischen Schlusslicht SpVgg Erlangen und dem Tabellennachbarn TSV Ansbach verlief bis zum 2:2-Zwischenstand ausgeglichen, da sowohl die favorisierten Doppel Burkard/Kotzian auf Seite der Gastgeber und Schubert/Weger für Ansbach als auch die beiden Frontmänner sicher für die jeweilige Partei punkteten. Für den entscheidenden Zwischenspurt sorgte das zweite Paarkreuz. Nahezu parallel erkämpften sich Youngster Johannes Roth und Routinier Dietmar Weger nervenstark ihre ersten Sätze mit 13:11 beziehungsweise 12:10. Diese Satzführung gab den TSV-Akteuren die nötige Sicherheit, die beide gekonnt zu Dreisatztriumphen und einer 4:2-Führung nutzten.
Nach dem Erlanger Anschlusspunkt – der variable SpVgg-Spitzenspieler Burkard war auch für Jan Schubert zu stark – spielte Julian Roth groß auf. Mit einer nahezu fehlerlosen Vorstellung ließ er zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel an seinem 3:0-Sieg aufkommen. Den ersten Matchball beim 5:3 ließ sich Dietmar Weger nicht entgehen. Mit seiner platzierten Spielweise nahe am Tisch diktierte er das Geschehen und stellte mit einem 11:9/11:4/11:7 den Gesamtsieg sicher. Eine verschmerzbare Fünf-Satz-Niederlage von Johannes Roth sorgte für den 6:4-Endstand.
Mit gestärktem Selbstvertrauen ging es nur 18 Stunden später in die Partie gegen den TV Etwashausen II. Dort gelang gleich zu Beginn den Roth-Brüdern der große Coup, als sie gemeinsam das Einserdoppel der Gäste in fünf Sätzen niederrangen. Gepaart mit dem Sieg von Schubert/Weger im anderen Doppel und von Schubert im ersten Einzel stand es schnell 3:0 für den TSV. Erst durch einen Sieg von Markus Jäger über Julian Roth, der es im vierten Satz verpasste, den Sack zuzumachen, kam die Oberligareserve aus Unterfranken zu ihrem ersten Punkt.
Die formstarken Weger und Johannes Roth blieben mit Lockerheit und sichtbarer Spielfreude blieben im gesamten Match ungeschlagen. Durch ihre ersten Siege in Runde eins schraubten sie den Zwischenstand auf 5:1.
In einem hochklassigen Match duellierten sich die beiden Topspieler Schubert und Jäger auf Augenhöhe. In der Entscheidungsphase des fünften Durchgangs agierte der TSV-Linkshänder abgezockt und kompromisslos, was ihm ein 12:10 und seinem Team den siegbringenden sechsten Zähler einbrachte.
Mit dem finalen 8:2-Endergebnis schaffte der TSV erhofften Doppelschlag und rückte von Rang zehn auf sechs vor. Diesen Platz wollen die Ansbacher im Heimderby gegen Windsbach am Sonntag, 19. Februar, um 11 Uhr und eine Woche später in der Auswärtspartie beim ebenfalls abstiegsbedrohten RV Viktoria Wombach verteidigen.
Erlangen – Ansbach: Dürrbeck/Liemann – Schubert/Weger 5:11/8:11/8:11, Burkard/Kotzian – Roth/Roth 9:11/11:8/11:4/11:8, Burkard – Ju. Roth 11:5/11:4/11:4, Kotzian – Schubert 9:11/7:11/11:13, Dürrbeck – Jo. Roth 11:13/8:11/9:11, Liemann – Weger 10:12/8:11/1:11, Burkard – Schubert 11:6/9:11/11:9/11:7, Kotzian – Ju. Roth 5:11/9:11/4:11, Dürrbeck – Weger 9:11/4:11/ 7:11, Liemann – Jo. Roth 5:11/9:11/11:9/11:9/11:5.
Ansbach – Etwashausen: Roth/Roth – Jäger/Lenz 7:11/11:5/11:9/13:15/11:4, Schubert/Weger – Sasse/Sendner 11:7/11:6/11:9, Schubert – Sasse 11:9/13:15/8:11/11:5/11:6, Ju. Roth – Jäger 6:11/11:7/11:7/11:13/6:11, Weger – Lenz 8:11/11:5/11:1/11:3, Jo. Roth – Sendner 11:8/4:11/11:9/11:6, Schubert – Jäger 9:11/11:7/5:11/11:8/12:10, Ju. Roth – Sasse 4:11/8:11/4:11, Weger – Sendner 6:11/11:5/9:11/11:7/11:3, Jo. Roth – Lenz 11:1/11:0/11:0.