Uehlfeld setzt auf die Lebensretter: Ein Defi für jeden Ortsteil | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.10.2024 10:33

Uehlfeld setzt auf die Lebensretter: Ein Defi für jeden Ortsteil

Diese kleinen Helfer können Leben retten. In Uehlfeld wurde nun ein Standort-Konzept ausgearbeitet, um alle Orte mit mindestens einem Exemplar abzudecken. (Foto: Nicolas Sportelli)
Diese kleinen Helfer können Leben retten. In Uehlfeld wurde nun ein Standort-Konzept ausgearbeitet, um alle Orte mit mindestens einem Exemplar abzudecken. (Foto: Nicolas Sportelli)
Diese kleinen Helfer können Leben retten. In Uehlfeld wurde nun ein Standort-Konzept ausgearbeitet, um alle Orte mit mindestens einem Exemplar abzudecken. (Foto: Nicolas Sportelli)

Die Marktgemeinde Uehlfeld hat sich ein Ziel gesetzt: In jedem Ortsteil soll ein Defibrillator rund um die Uhr für jedermann verfügbar sein. Er hilft durch gezielte Stromstöße bei Herzrhythmusstörungen. Dadurch steigen die Chancen auf eine Wiederbelebung. Das Konzept von Bürgermeister Detlef Genz und Feuerwehrvertretern wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats präsentiert.

13 Standorte schickte Genz ins Rennen, sowohl an öffentlichen als auch an privaten Standorten. In Uehlfeld sollen an der Tankstelle Stöcker, an der Brauerei Prechtel, an der Schule, am Rathaus und auf dem First-Responder-Fahrzeug solche kleinen Lebensretter vorhanden sein, in Peppenhöchstädt am Dorfgemeinschaftshaus, am Gemeinschaftshaus in Rohensaas, an der gemeindlichen Scheune in Voggendorf, am Waggon in der Mitte von Demantsfürth, in der Ortsmitte von Tragelhöchstädt (der Standort muss noch geklärt werden) sowie am Feuerwehrhaus, auf dem Feuerwehrauto und an der Metzgerei Kellermann in Schornweisach.

Geräte sind außen an Gebäuden angebracht

„Wir wollen die Defis außen haben“, betonte Genz, 24 Stunden zugänglich. Die Geräte müssen deshalb in Außenkästen wie am Schornweisacher Feuerwehrhaus untergebracht werden und benötigen einen Stromanschluss – zum einen, um nachts beleuchtet zu sein, zum anderen, damit sie im Winter zu Frostzeiten beheizt werden können.

In Tragelhöchstädt war eigentlich auch das Dorfgemeinschaftshaus als Standort für den Defi geplant gewesen. Das Problem: Es befindet sich sozusagen auf der falschen Straßenseite. Bürger müssten im Notfall erst die Trasse queren. Deshalb fasste die Marktgemeinde nun eine private Gebäudewand ins Auge, er müsse aber noch Gespräche führen, betonte Bürgermeister Genz, der sich optimistisch zeigte, eine Lösung zu finden.

„Wir hatten bisher zehn Defis und brauchen jetzt 13“, erläuterte Genz. Der Mehrbedarf liege trotzdem bei fünf Exemplaren, da zwei aus dem Bestand wohl einen Akkuschaden haben. Hinzu kommen zehn Außenkästen. „Den Rest haben wir.“ Die Kosten hierfür bezifferte die Verwaltung auf rund 15.000 bis 20.000 Euro.

Gerät gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

„Wir brauchen dann natürlich unbedingt Schulungen, die regelmäßig wiederholt werden“, sagte Bürgermeister Detlef Genz. Hierfür haben sich Feuerwehrleute bereiterklärt, „um die Berührungsängste abzubauen“. Rätin Carmen Stimper, die selbst auch First Responder ist, betonte: „Wir sollten nicht so eine Wissenschaft daraus machen. Es ist nicht so wie im Film.“ Aber Schulungen seien natürlich sinnvoll, eben um die Ängste abzubauen. Sobald der Anwender den Defi auspackt, beginne dieser mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. „Den machst du auf und er spricht sofort mit dir“, so Stimper. „Bedienen kann den Defi jeder.“

Gegen eine Stimme beschlossen die Räte die Anschaffungen. Sobald die Schulungstermine stehen, werden diese im Mitteilungsblatt bekanntgegeben.

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