Vor vier Jahren hat Sarah Robinson „Ansbach unverpackt“ eröffnet. „Mitten im ersten Corona-Herbst“, blickt sie auf die Geburtsstunde des Ladens. Das Sortiment bietet sie in der Regel nicht verpackt oder in Pfandgefäßen an. Nun möchte sie das Geschäft in neue Hände übergeben.
Aus gesundheitlichen und familiären Gründen gehe sie diesen Schritt, berichtet sie. Doch wie kam es zu dem Laden? Sarah Robinson erzählt von ihrer Zeit als Tauchlehrerin auf den Philippinen. „Wir sind beim Tauchen falsch abgebogen und an einer Flussmündung aufgetaucht“, sagt sie, „vom Fluss wurde der ganze Müll ins Meer eingetragen.“ Sie war schockiert und studierte Umweltsicherung.
Weil für Ansbach kein Unverpackt-Laden geplant gewesen sei, „habe ich gedacht: Dann mach’s halt ich“, schildert die 44-Jährige. „Ein innovatives Ladenkonzept“ aber habe es nicht leicht bei den Herausforderungen der Zeit, räumt sie ein.
Sie führt ihr Durchhaltevermögen und die Treue vieler Stammkundinnen und -kunden dafür an, dass der Laden in der Schaitbergerstraße trotz Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiepreiskrise und Inflation vier Jahre alt geworden sei.
Im April habe eine Gemeinschaft an Kundinnen und Kunden durch ein Gutschein-Abo Planungssicherheit ermöglicht. „Es wird auf jeden Fall irgendwie weitergehen, das ist sicher“, zum Beispiel auf Vereinsbasis, kündigt sie an. Am liebsten wäre ihr aber, wenn jemand den Laden einfach übernimmt.