Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahnen 9 und 6 hat ein Polizist am Freitagabend nach Polizeiangaben auf einen Kleintransporter geschossen. Der Mann sei mit seinem Fahrzeug auf den Beamten und einen weiteren Polizisten zugefahren, heißt es im Pressebericht des Polizeipräsidiums Aalen. Verletzt wurde demnach bei dem Einsatz niemand. Die Verfolgungsfahrt habe bei Nürnberg begonnen.
Beamte wollten das Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen den Angaben zufolge einer Kontrolle unterziehen, doch der Fahrer entzog sich ihr. „Er ist unter Schlangenlinien und im Zickzack der Polizei davongefahren“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Es habe der Verdacht bestanden, dass der Mann unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln gestanden habe.
Die Verfolgungsfahrt setzte sich demnach auf der A6 in Richtung Heilbronn fort. Mehrere Polizeistreifen und ein -hubschrauber waren mittlerweile an der Verfolgung beteiligt. Auf Anhaltezeichen reagierte der Fahrer nicht. Im Bereich einer Engstelle nahe der Anschlussstelle Schnelldorf in Mittelfranken konnte das Fahrzeug kurz hinter der Landesgrenze nach Baden-Württemberg schließlich gestoppt werden. Inzwischen waren auch Polizeikräfte aus Aalen beteiligt.
Der 21-jährige Fahrer habe dann, so der Pressebericht des Polizeipräsidiums Aalen, den Rückwärtsgang eingelegt und sei zunächst mit zwei hinter ihm stehenden Streifenwagen kollidiert. Anschließend habe er beschleunigt und se mit seinem Wagen auf zwei Beamte zugefahren, die auf der Fahrbahn standen. Einer davon gab Schüsse auf den Frontbereich des Transporters ab, der Fahrer sei nicht verletzt worden.
Der Fahrer hielt etwa 75 Meter später von selbst an. Gegen seine Festnahme habe er aber wieder Widerstand geleistet. Der 21-Jährige wurde anschließend aufgrund einer akuten Psychose in ein Krankenhaus eingeliefert.
Bei dem Einsatz wurden zwei bayerische Dienstfahrzeuge beschädigt. Den Schaden beziffert die Polizei mit etwa 10.000 Euro. Die Kripo des Polizeipräsidiums Aalen ermittelt.